Die beiden Zürcher Fussballclubs FCZ und GC sind unzufrieden mit den Mietbedingungen für das Letzigrund-Stadion. Sie haben deshalb den Vertrag mit der Stadt Zürich auf Ende Jahr gekündigt und Neuverhandlungen aufgenommen.

Die beiden Vereine hätten sich bereits vor Monaten zu diesem Schritt entschlossen, heisst es in einer kurzen Mitteilung der Clubs, die sie am Freitag auf ihren jeweiligen Internetseiten aufschalteten, nachdem das Newsportals watson.ch die Kündigung publik gemacht hatte.

Sicherheitskosten als Problem

«Mit den jetzigen Mietbedingungen sind wir nicht zufrieden», sagte Adrian Sutter, Kommunikationsverantwortlicher bei GC. Dabei geht es aber nicht allein um die Höhe des Mietzinses, der bereits in der Vergangenheit immer wieder für Unmut sorgte.

Ein Problem sind laut Sutter auch die hohen Sicherheitskosten, für welche die Clubs aufkommen müssen. Diese führten immer wieder dazu, dass man draufzahlen müsse. Als Beispiel nannte Sutter Hochrisikospiele, bei denen die Sicherheitskosten jeweils in die Höhe schnellten. Finde eine solche Partie unter der Woche statt, könne es sein, dass nur wenige tausend Zuschauer ins Stadion kommen.

«Am Catering verdienen wir nichts»

Nicht zufriedenstellend seien zudem die Bedingungen für die Verpflegungsstände. «Am Catering verdienen wir rein gar nichts», sagte Sutter. «Irgendwann müssen wir aber mal Gewinn machen mit dem Fussball.»

Ziel der Fussballclubs ist es, die Verhandlungen mit der Stadt möglichst rasch abschliessen zu können. Das ist auch im Interesse der Stadt, wie Marc Caprez, Leiter Kommunikation im Schul- und Sportdepartement, gegenüber der sda sagte.

Gemäss Caprez ist die Vertragskündigung nichts Aussergewöhnliches und kommt immer wieder vor. Wer andere Mietbedingungen wünsche, müsse den mehrjährigen Vertrag kündigen. Ansonsten werde dieser jeweils stillschweigend um ein weiteres Jahr verlängert.

(sda/ise/ama)