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Fussball
Gutachter: Kein Widerruf von Russland und Katar

Fifa-Chef Sepp Blatter: Hat den zurückgetretenen Chefermittler Garcia ersetzt.   Keystone

Die Fifa hat zwei Gutachten bestellt, die den Ermittlungsbericht zur WM-Vergabe an Russland und Katar prüfen. Sie geben Entwarnung - und warnen vor Klagen.

Von Stefan Barmettler
am 14.01.2015

Zwei internationale Rechtsexperten haben im Auftrag des Fifa-Audit-Komittees den Untersuchungsbericht von Michael Garcia auf seine juristische Sprengkraft überprüft. Dabei geht es um die Vergabe der Fussball-WM an Katar und Russland.

Beide Gutachter - Martin Nolte, Sportrechtsprofessor an der Sporthochschule Köln sowie Anton Heini, emeritierter Professor für Zivilrecht der Universität Zürich - geben Entwarnung. Fazit: «Die Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees müssen die Beschlüsse vom 2. Dezember 2010 nicht widerrufen.» Damals war die Vergabe an Russland und Katar beschlossen worden.

Bei Widerruf drohen Klagen

Weiter warnen die unabhängigen Gutachter davor, dass die Fifa-Chefs beim Widerruf einer Vergabe ihre Sorgfaltspflicht verletzen würden. Dies «kann eine Haftung aus unerlaubter Handlung auslösen» ( Anton Heini). Zu Deutsch: Es drohten Klagen, inklusive Forderungen auf Schadenersatz. 

Fifa-Chef Sepp Blatter hat den zurückgetretenen Chefermittler Michael Garcia ersetzt: Neuer Fifa-Chefermittler wird Garcia-Stellvertreter Cornel Borbély, ehemaliger Zürcher Staatsanwalt und nun Anwalt bei der Zürcher Kanzlei Delnon und Rüdy.

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