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Handel
Jetzt wollen alle das Trikot von Götze

Der WM-Sieg der Deutschen ist auch gut fürs Geschäft. Vor allem das neue Adidas-Trikot mit den vier Sternen hat schon viele Anwärter – aber auch Schweizer Firmen profitieren vom Turnier.

Veröffentlicht am 14.07.2014

Die deutschen Sportfachhändler rechnen nach dem WM-Erfolg ihrer Fussball-Nationalmannschaft mit einem Kick für das Geschäft. «Die alten Trikots sind nach dem riesigen Ansturm der vergangenen Tage schon fast ausverkauft», sagte der Präsident des Branchenverbandes VDS, Werner Haizmann, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

«Adidas konnte kaum noch nachliefern.» Jetzt warteten alle auf die neuen Trikots mit den vier Sternen, sagte Haizmann weiter. Die dürften aber erst in den nächsten 14 Tagen in den Handel kommen, da sie erst in Asien produziert werden müssten. Die Sportfachhändler rechnen auch nach den Ferien mit guten Geschäften im Sog des WM-Erfolgs. «Wenn Schule und Bundesliga wieder losgehen, wollen alle die neuen Schuhe von WM-Helden wie Özil haben», sagte Haizmann, dessen Verband in Deutschland mehr als 2500 Mitgliedsunternehmen zählt.

Fussball-Trikots für Kinder besonders beliebt

Auch in der Schweiz waren die Fussball-Leibchen der Deutschen beliebt, berichtet Migros-Sprecherin Christine Gaillet.  Ausserdem seien in den Migros-Sportfachmärkten SportXX die Trikots der Schweiz, Italien, Deutschland und Frankreich gewesent. Besonders gut liefen die Trikots für Kinder. «Auch Bälle und Fahnen lagen hoch im Kurs.»

Andere Branchen profitierten ebenfalls vom Fussballfieber. Bei der Grossbrauerei Feldschlösschen lief nebst Bier vor allem das Geschäft mit dem eigens für die WM kreierten Cocktail Eve Caipirinha gut, wie Sprecherin Bettina Sutter sagte. Zudem sei man zufrieden mit der Getränkelieferung an 66 Public-Viewing-Orte in der Schweiz. Zahlen wollte sie aber keine nennen. Auf das ganze Jahr gesehen habe die WM aber nur einen marginalen Einfluss, sagte Sutter. «Wir gehen beim Jahresumsatz von einem Plus von 0,5 Prozent aus.»

Ebenfalls von der WM profitierte der Chips- und Snackproduzent Zweifel. Unter anderem wegen Promotionen zur WM habe man zehn Prozent mehr verkauft, sagte Geschäftsführer Mathias Adank. Zweifel habe auf Facebook bereits im letzten Herbst Werbeaktionen zur Fussball-WM gestartet, sagte Adank. Passend zur WM kreierte das Unternehmen auch Chips, die den Geschmack von landesspezifischen Gerichten von am Turnier teilnehmenden Mannschaften aufgriffen. So gab es Chips mit dem Geschmack von Currywurst oder des brasilianischen Nationalgerichts Feijoada.

Tablets für WM-Junkies

Aber auch mit der neuesten Technologie ausgestatteten Fernsehgeräte fanden wegen der WM guten Absatz. «Solche oft über Tausend Franken teure Grossbildschirme waren bei Fussballfans besonders beliebt«, sagte Andrea Bergmann von der Coop-Tochter Interdiscount. Aber auch Tablets gingen - wegen der Nutzung als Zweitgeräte - häufiger über die Theken.

(sda/reuters/me)


 

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