Die Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich werden die öffentliche Hand teurer zu stehen kommen als angenommen. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit einem Defizit von 14 Millionen Franken. Stadt und Kanton Zürich sowie der Bund werden voraussichtlich insgesamt elf Millionen Franken beisteuern.

Im 33-Millionen-Budget eingerechnet sind die Beiträge von öffentlicher Seite. Dazu gehören die Defizitgarantie von Stadt und Kanton Zürich von je 3,3 Millionen Franken sowie ein Bundesbeitrag in gleicher Höhe.

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Zusätzlicher Fehlbetrag von vier Millionen

Doch diese Beiträge reichen nicht aus, um das Defizit der Sportveranstaltung zu decken. So rechnen die Veranstalter mit einem zusätzlichen Fehlbetrag von vier Millionen Franken, wie Patrick Magyar, Chef der Leichtathletik-EM 2014, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sagte.

Eine Million Franken davon werde die öffentliche Hand übernehmen. Stadt und Kanton Zürich sowie der Bund werden laut Magyar je 330'000 Franken aufwerfen. Die zweite Million sollen Private beisteuern, darunter Weltklasse Zürich, European Athletics und Swiss Athletics.

Unerwartet schlechter Ticketverkauf

Weitere zwei Millionen Franken Defizit entstehen durch den Verbrauch des Aktienkapitals von gut 2 Millionen Franken. Die grössten Aktionäre sind der Leichtathletik-Club Zürich (LCZ) und Weltklasse Zürich.

Zusammen halten die beiden Organisationen ein Aktienpaket im Wert von 1,3 Millionen Franken, wie Magyar sagte. Aufgrund des unerwartet schlechten Ticketverkaufs sehen die Aktionäre von diesem Geld nun nichts mehr.

Exakter Betrag steht noch nicht fest

Als sich abzeichnete, dass die budgetierten Ticketeinnahmen nicht erreicht werden, hätten die Organisatoren der EM Kontakt mit Stadt, Kanton und Bund sowie mit den beteiligten privaten Institutionen aufgenommen, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit. Dabei hätten sich die Partner darauf geeinigt, die erwartete Finanzierungslücke zu decken.

Die exakte Höhe des Defizits steht noch nicht fest. Der genaue Betrag könne erst nach Eingang aller Rechnungen definiert werden, heisst es weiter. Die Veranstalter gehen davon aus, im Oktober die provisorische Endabrechnung präsentieren zu können.

(sda/dbe/ama)