Philippe Gaydoul ist nicht länger Besitzer der Kloten Flyers. Der Präsident des defizitären Eishockeyclubs hat seine Aktienmehrheit verkauft, gab der Verein am Mittwoch bekannt. Die Anteile gingen an eine kanadische Investorengruppe, die auf das Management von Sportunternehmen spezialisierte ASE.

Die ASE will laut Mitteilung die Kloten Sport AG weiterführen, «mit dem Ziel, den sportlichen und auch wirtschaftlichen Erfolg der Kloten Flyers langfristig sicherzustellen.» Das ist eine Herausforderung: Mit seinem Kauf hatte Gaydoul 2012 den Club vor der Insolvenz bewahrt und seither dessen Existenz gesichert. Er soll einen zweistelligen Millionenbetrag in den Verein gesteckt haben, immer neue Verluste taten sich auf.

«Mein Engagement war Übergangslösung»

Jetzt gibt der reiche Investor, der auf ein Vermögen von über einer Milliarde Franken geschätzt wird, den Staffelstab weiter. «Ich sah mein Engagement immer nur als Übergangslösung», wird Gaydoul zitiert. Und zeigt Vertrauen in den neuen Besitzer. «Die Avenir Sports Entertainment Gruppe bietet Gewähr, dass sich die Kloten Flyers auf hohem Niveau weiterentwickeln können», sagt er. Dafür sprächen ihre Erfolge: So habe die ASE den kanadischen Portland Winterhawks Hockey Club übernommen und vom schlechtesten Team ihrer Klasse zum besten transferiert. 2013 gewannen die Winterhawks den Titel der Liga.

Ganz zurückziehen möchte sich Philippe Gaydoul aus den Belangen der Kloten Flyers nicht: Er bleibt Mitglied des Verwaltungsrates.

(me)

 

 

 

(me/ama)