Es ist nicht so, dass Christiano Ronaldo bei einem Jahresgehalt von geschätzt 21 Millionen Euro auf einen Mindestlohn angewiesen wäre. Und sicher hatten die Offiziellen des spanischen Fussballverbandes LFP und Gewerkschaft AFE auch nicht die Arbeitsrechte des Weltklassespielers von Real Madrid im Kopf, als sie sich nun für einen Mindestlohn entschieden haben. Offenbar war dieser aber notwendig, darauf hat man sich nun verständigt.

Der Mindestlohn gilt demnach für alle Kicker der ersten und zweiten spanischen Fussballliga. In der höchsten Spielklasse, der Primera Division, muss ein Profi demnach im Jahr mindestens 129'000 Euro verdienen – inklusive Prämien. In der zweiten Liga sind es mindestens 65'500 Euro, wie LFP und AFE heute bekannt gaben.

14-mal so hoch wie offizielle Gehaltsuntergrenze

Damit liegt der Mindestlohn in der ersten Liga rund 14-mal so hoch wie die offizielle Gehaltsuntergrenze in Spanien. Diese liegt bei 9.034 Euro pro Jahr. Experten erwarten, dass die Summe in der nächsten Saison wegen der Entwicklung des Verbraucherindex ansteigen wird.

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(moh)