Die arabische Fluggesellschaft Emirates hält viel auf sich. Die staatliche Airline ist nicht nur offizieller Partner des Weltfussballverbands Fifa. Der Konzern aus Dubai sponsert auch europäische Topclubs wie Real Madrid, Paris St. Germain oder den AC Mailand. Daneben wirbt Emirates seit 2006 auch auf den Trikots des nur mässig erfolgreichen Hamburger SV.

In einem Interview mit der Wirtschaftszeitung «Handelsblatt» erhöht Thierry Antinori, Vizechef von Emirates und Sponsoringverantwortlicher, nun den Druck auf den deutschen Traditionsverein – denn «die sportliche Leistung muss auch stimmen». Nun muss der Fussballverein sich bis Juni 2015 bewähren, da dann der Vertrag ausläuft. In dieser Saison geht es damit um alles oder nichts. Im vergangenen Jahr kämpfte der deutsche Fussballverein gegen den Abstieg in die zweite Liga und konnte sich nur knapp in der ersten Liga halten.

«Zweite Liga ist eher nichts für uns»

Neben der Fluggesellschaft ist auch der in der Schweiz lebende Unternehmer  und Milliardär Klaus-Michael Kühne seit Jahren beteiligt. Vor kurzem hatte der gebürtige Hamburger und Gründer des Logistikriesen Kühne & Nagel dem Verein noch mit zusätzlich 17 Millionen Euro unter die Arme gegriffen und sein Darlehen auf insgesamt 25 Millionen Euro aufgestockt. Damit investierte der Verein in neues Personal.

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Doch trotz hochkarätiger Verstärkung liegt der HSV nach zwei Spieltagen nur auf dem vorletzten Platz. Mit einem Punkt ist der Start in die neue Saison missgeglückt. Bei einem Abstieg dürfte das Engagement von Emirates mit hoher Sicherheit enden. Thierry Antinori hält fest: «Zweite Liga ist eher nichts für uns, denn auch als Airline fliegen wir in der ersten Liga.»

Djourou und Behrami in der Pflicht

Allerdings räumft der Emirates Manager auch ein: «Wir sind generell ein loyaler Partner und werden frühzeitig die Diskussionen um eine Fortsetzung der Partnerschaft führen.» Nun sind Trainer und Team um die beiden Schweizer Johan Djourou und Valon Behrami gefordert, das drohende Unheil abzuwenden.