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Untersuchung
WM in Katar: Kein Beweis für Schmiergeld

Sheich Hamad bin Khalifa Al-Thani und Sepp Blatter: Keine «Smoking Gun».  Keystone

Der Bericht von Fifa-Ermittler Michael Garcia enthält laut Insidern keine Beweise für den Kauf der WM 2022 in Katar. Damit steigen die Chancen, dass die Weltmeisterschaft im Wüstenland stattfindet.

Von Stefan Barmettler
am 01.10.2014

Seit Fifa-Chefermittler Michael Garcia seinen Bericht abgeliefert hat, fragt sich die Fussballwelt, ob der Ex-Staatsanwalt New Yorks den Beweis erbringt, dass die WM-Vergabe nach Katar 2022 mit Schmiergeld erkauft wurde. Gemäss Quellen, die Einblick in den Bericht hatten, ist Garcia auf keinen Beweis gestossen, dass Katar die Weltmeisterschaft dank Millionenzahlungen zugeschanzt erhielt. Ein Insider sagt: «Die Smoking Gun gibt es nicht.»

Garcia befragte 74 Personen und sichtete Berge von Dokumenten. Sein 430-Seiten-Bericht ging an Fifa-Richter Hans-Joachim Eckert. Er muss bis November entscheiden, ob Sanktionen oder Strafanzeige gegen Fifa-Funktionäre eingeleitet werden.

Bin Hammam schmierte nicht für die WM

Garcia klärte zudem die Vorwürfe ab, die die «Sunday Times» erhob. Auch hier gibt es offenbar Entwarnung. Bei Zahlungen über 5 Millionen Dollar durch das katarische Fifa-Exekutivmitglied Mohammed bin Hammam sei es nicht um die WM-Vergabe gegangen, sondern um seine geplante Kandidatur fürs Fifa-Präsidium.

Bin-Hammam wurde in der Folge auf Lebzeit gesperrt. Das Fifa-Exekutivkommittee entschied, den Garcia-Bericht nicht zu publizieren, aus rechtlichen Gründen. Zeugen und Beschuldigte, die vor Garcia aussagten, wurde schriftlich Vertraulichkeit garantiert. Nur so war es möglich, Insider und Whistleblower zu Aussagen zu bewegen.

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