Gut eineinhalb Jahre ist es her, seit die Post den Online-Marktplatz Kaloka gestartet hat. So richtig auf Touren kam das helvetische Mini-Amazon lange Zeit nicht – selbst Post-Chefin Susanne Ruoff räumte noch im Sommer gegenüber dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz» ein, die Vermittlung von Produkten lokaler Läden an die Kunden sei «nicht der Renner».

Umso überraschender fällt nun das Verdikt der Post nach Abschluss der Testphase aus:  Der Bundesbetrieb will Kaloka weiterführen – und nach Bern und Zürich in weitere Schweizer Städte expandieren. Man werde in den nächsten Monaten intensiv an der Optimierung des Portals arbeiten, betont Konzernsprecher Oliver Flüeler auf Anfrage. Ziel sei, eine «skalierbare ­Lösung» zu etablieren.

Lebensmittel und Near-Food-Produkte sind beliebt

An welchen neuen Standorten das Portal lanciert werden soll, ist dabei noch unklar. Die Post begründet ihre Vorwärtsstrategie mit dem wachsenden Interesse an Kaloka: Seit ­Beginn des Pilots verzeichne der Online-Marktplatz steigende Transaktionszahlen. Häufig bestellt würden vor allem ­Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Da wolle man das Sortiment ausbauen.

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Nur wenig genutzt werden dagegen die Speedy Shops an den Bahnhöfen, welche die Post gemeinsam mit den SBB betreibt.

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