Rund 25 Milliarden Franken an Geldern von amerikanischen Kunden liegen bei Schweizer Banken. Dies schreibt der «Tages-Anzeiger» unter Berufung auf ein Mitglied der ständerätlichen Wirtschaftskommission, die gestern über den Steuerdeal befand. Rund 10 Milliarden davon sollen ursprünglich von der UBS stammen und nun bei anderen Banken liegen. Den Rest sammelten weitere Institute selbst ein.

Auf diesen Summen sollen nun die Bussen für die Umgehung des amerikanischen Steuergesetzes berechnet werden, so der «Tages-Anzeiger». Die Strafsätze hängen dabei davon ab, wann das Geld angenommen wurde. Die Ex-UBS-Vermögen würden demnach mit 40 Prozent Busse belegt. Die anderen Geldinstitute zahlen je nach Jahr der Annahme der Gelder 30 oder 40 Prozent Busse auf der Höhe der Einlagen.

Politiker fordern mehr Informationen

Die Wirtschaftskommission des Ständerats verschob gestern ihren Entscheid zum Gesetz. Sie erwartet weitere Information zum US-Programm und will Klarheit zur Haltung der Banken. Vor einem Entscheid werde die Kommission am Montag eine weitere Sitzung abhalten und Anhörungen durchführen, sagte deren Präsident Konrad Graber (CVP/LU).

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Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf habe der Kommission in Aussicht gestellt, die Eckwerte des Programms bekannt zu geben, das die USA den Banken anbieten.

(se/jev/sda)