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Luftfahrt
11 neue Ziele: Edelweiss Air baut Streckennetz aus

Edelweiss-Flieger: Mehr Routen, mehr Mitarbeiter
Edelweiss-Flieger: Mehr Routen, mehr Mitarbeiter Keystone

Edelweiss Air will wachsen und steigert im kommenden Jahr das Angebot der Ferienziele um 20 Prozent. Auch beim Umsatz und der Mitarbeiterzahl geht es aufwärts.

Von Tim Höfinghoff
2017-07-04

Der Ferienflieger Edelweiss Air hat angekündigt, sein Routenangebot im Sommer 2018 stark zu vergrössern. «Wir werden von derzeit 51 auf 62 Destinationen ausbauen», sagte Edelweiss-Air-Chef Bernd Bauer, «das entspricht 20 Prozent mehr Destinationen.» Grosse Touristik-Anbieter wie etwa Hotelplan, Tui und Kuoni, hätten einen erheblichen Teil des Zusatzangebotes übernommen.

Unter den 11 neuen Ferienzielen sind nicht nur Langstrecken-Destinationen, sondern auch Ziele auf der Kurz- und Mittelstrecke. Neu im Programm sind in den USA die Städte Orlando (ganzjährig ab Januar 2018) und Denver (ab Juni bis September 2018). Ausserdem ist nun Varadero auf Kuba dabei (ganzjährig ab Juli 2018).

900 Mitarbeiter bis Ende 2018

Neu auf der Kurz- und Mittelstrecke sind ab Sommer 2018 Orte wie zum Beispiel Djerba in Tunesien, Dubrovnik in Kroatien sowie Inverness in Schottland im Angebot. Manche bereits existierende Ziele werden zudem häufiger angeflogen, dazu zählen Vancouver in Kanada, Catania in Italien und Ibiza in Spanien.

Edelweiss ist Teil des Lufthansa-Konzerns und agiert als Schwesterunternehmen von Swiss International Air Lines vom Flughafen Zürich. Die Airline hat 10 Flugzeuge und transportiert pro Jahr rund 1,5 Millionen Menschen. Edelweiss-Chef Bauer will nicht nur seine Routen, sondern auch die Mitarbeiterzahl weiter erhöhen: Bis Ende 2018 sollen 850 bis 900 Mitarbeiter für Edelweiss arbeiten. Derzeit sind es 670.

Mit Blick auf die Geschäftszahlen wollte sich Bauer nicht konkret äussern, zumal die Edelweiss-Air-Zahlen im Swiss-Ergebnis konsolidiert werden. Nur was den Umsatz angeht, nannte Bauer eine Prognosen: Im Jahr 2017 werde der Umsatz wohl die 500-Millionen-Marke übertreffen, so Bauer. Im vergangenen Jahr hatte Edelweiss erstmals in der Firmengeschichte die Marke von 400 Millionen Franken übersprungen.

USA bei Schweizern beliebt

Nachdem sich Reisende zuletzt deutlich mit Ferienbuchungen in Regionen wie Ägypten und Türkei zurückgehalten haben und Airlines wie Edelweiss ihr Angebot dort deutlich reduzierten, sieht Bauer in diesen Ländern wieder eine leichte Verbesserung der Buchungslage. Alles in allem würden allerdings Länder wie Griechenland und Spanien derzeit deutlich von den Reisenden bevorzugt. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten habe derweil keinen negativen Einfluss auf das Geschäft, Schweizer Reisende würden weiterhin stark auf die USA als Ferienziel setzen.

So fliegt die Schweiz:

 

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