Rund 12'000 deutsche Kunden von hiesigen Banken zeigten sich seit Anfang Jahr selber wegen Steuerhinterziehung an. Diese Zahl nennt Thomas Eigenthaler, Geschäftsführer der Deutschen Steuer-Gewerkschaft, gegenüber der «Handelszeitung». Grund ist der Druck hiesiger Banken. Mehrere Finanzinstitute verlangen seit kurzem von ihren deutschen Kunden, dass sie die Bank ab 2014 im Rahmen der EU-Zinsbesteuerung zur Meldung ihrer Daten an die Behörden ermächtigen.

Weil Selbstanzeigen nur möglich sind, solange Ämter nichts von der Hinterziehung wissen, drängen nun Tausende Steuersünder noch auf eine schnelle Anzeige.
Gemäss Insidern haben bei den grössten Schweizer Banken bereits 50 bis 70 Prozent aller deutschen Kunden das entsprechende Formular unterzeichnet. Diese Zahlen bestätigen will keines der Institute - die Stossrichtung jedoch schon. «Die Kunden haben den Trend längst erkannt», sagt etwa Julius-Bär-Sprecher Jan Vonder Mühll.

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