Früher, da war er auf lange Flüge aus, jetzt – in seiner zweiten sportlichen Karriere – freut er sich an langen Abschlägen: Der ehemalige Skiflug-Weltmeister (1979) und Tyrolean-Airways-Linienpilot Armin Kogler (49) präsidiert den GC Mieming. Damit ist der ehemalige Austria-Adler seit Mitte dieses Monats präsidialer Gastgeber auf einem der schönsten Golfplätze des Tirols, wenn nicht von ganz Österreich. Wobei die Beziehung Koglers zum Skisprungsport nicht nur als Co-Kommentator des ORF weiterlebt, sondern auch als Golfer: Denn von den meisten der 18 Spielbahnen des von Architekt Keith Preston designten Meisterschaftskurses geniesst man einen Fernblick auf die Olympiastadt Innsbruck. Wen es weniger nach Stadt gelüstet, der schweift ab auf die Ötztaler- und die Lechtaler Alpen. Damit ist die Lage des jüngsten Tiroler Golfplatzes ein erstes Highlight. Auf gut 910 m über Meer wird gestartet, auf der Stöttlalm, als willkommene Zwischenstation nach 9 Loch gastronomisch betreut durch das Team des Alpenresorts «Schwarz», erreicht man auf 1025 m über Meer den höchsten Punkt mit tollem Rundumblick. Der «Aufstieg» ist mit mittelmässiger Fitness bewältigbar (es stehen aber auch Cars bereit), die Fairways der Par-72-Anlage sind zwar relativ lang (Herren: Weiss 6542 m, Gelb 6120 m; Damen: Blau 5771 m, Rot 5416 m), aber zumeist auch verlockend breit. Zudem liegen die 70 ha Golfgelände schattenspendend in einem mehrere hundert Jahre alten Föhrenwald.

Steinbrocken und Wanderweg

Besonders reizvoll umgesetzt wurde zudem die Idee von Golfplatz-Geschäftsführer Josef Knabl. Zur Auflockerung des Umfeldes stehen an allen 18 Abschlägen Felsbrocken aus unterschiedlichen Regionen Tirols. Ein Blick lohnt sich. Ebenso auf den Wanderweg rund um die Golfanlage, der dazu beiträgt, dass das früher gespannte Verhältnis zwischen Öffentlichkeit – deshalb denn auch die lange Realisierungszeit von 13 Jahren von der ersten Idee bis zur Platzeröffnung – gegenseitigem Verständnis und Achtung gewichen ist.

Was die Anlage für Schweizer Golfer besonders attraktiv macht, ist die Nähe zur Eidgenossenschaft (zweieinhalb Fahrstunden ab Zürich), aber auch die Ergänzung mit der seit 2001 bestehenden 9-Loch-Übungsanlage. Hier kann ohne Handicap trainiert werden, auf Wunsch auch in der Golfschule (vier PGA-Pro) von Simon Knabl.

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