Bis zum 150. Geburtstag im Jahre 2010 wollte TAG Heuer mit der Präsentation ihres reichhaltigen Erbes ganz offensichtlich nicht warten. Seit dem 20. Januar 2008 ist es deshalb offen, das TAG-Heuer-Museum, zu besichtigen im neuen Firmengebäude an der Rue L.-J. Chevrolet in La Chaux-de-Fonds. Es wird der Firmenphilosophie, beständig den Spagat zwischen Tradition und Innovation zu wagen, in jeder Hinsicht gerecht. Vor allem auch optisch.

Fast alles dreht sich im Kreis

Denn die Zahl 360 – oder der Vollkreis – ist für TAG Heuer gleich in mehrerer Hinsicht Botschaft. Zum einen weist sie darauf hin, dass sich bei Uhren vieles – wenn nicht gar alles – im Kreise dreht. Die Räder gehören dazu oder die Zeiger. Das Gesagte gilt auch für die Marke selbst, wo sich Tradition und Innovation in schöner Regelmässigkeit begegnen. Denn eines der wichtigsten TAG-Heuer-Kaliber trägt die Bezeichnung 360.

Besagte Verknüpfung zwischen Vergangenheit und Moderne ist allerdings nur eine von vielen, welche den Besuchern beim Schlagen eines vollen Kreisbogens rund um die Unternehmensgeschichte begegnet. Menschen mit einem Faible für Heuer – und später TAG Heuer – und dessen durchgängigen Erfindungsreichtum, aussergewöhnliches Uhrendesign und die von nahezu unzähligen Facetten geprägte Geschichte kommen im Museum auf ihre Kosten.

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Die Vitrinen präsentieren eine Vielzahl unterschiedlichster Exponate, welche belegen, dass der Weg von Edouard Heuer hin zu den heute Verantwortlichen zeitlich zwar ein langer, gedanklich jedoch ein erstaunlich kurzer ist.

Mehrere Heuer-Generationen und das aktuelle Management unter Leitung von Jean-Christophe Babin verbindet das permanente Bemühen um spektakuläre Fortschritte rund um die präzise Messung der kostbaren Zeit.

Für Sammler von Taschen- und Armbanduhren ist der Besuch des Museums deshalb fast schon eine Pflicht, denn die Kollektion des Erfolgsunternehmens, seit September 1999 im Eigentum des LVMH-Luxusmultis, muss sich nicht verstecken. Im Gegenteil: Sie ist so weitreichend und umfassend, dass beim besten Willen – leider – nicht alles gezeigt werden kann.

Auch das Museum ist rund

Hinzu kommt, dass die Familie Heuer, heute in dritter Generation repräsentiert durch den Ehrenpräsidenten Jack W. Heuer, Aufschlussreiches und Bewegendes über die Jahrzehnte hinweg akribisch sammelte, archivierte oder schriftlich aufzeichnete. Somit gesellt sich zu den zahlreichen realen Objekten eindrucksvoller Zeitmesskunst auch noch eine Vielzahl aussagekräftiger Dokumente.

Schliesslich steht die Zahl 360 beim kreisrund angelegten Museum aber auch für innovative Projektionstechnologien mit durchgängig hohem Aufforderungscharakter. Sie erfüllen den Ausstellungsraum, eröffnet übrigens von Formel-1-Star Lewis Hamilton, mit Leben und laden dazu ein, die Uhren- und Zeitgeschichte in multimedialer Form zu erleben.