29 Grossbanken wurden von der Nachrichtenagentur «Reuters» analysiert und die Stellenstreichungen seit Anfang letzten Jahre zusammengezählt. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum in der Finanzindustrie mindestens 160'000 Jobs gestrichen. Da allerdings kleinere Institute nicht erfasst sind und viele Banken sich bezüglich der genauen Zahlen bedeckt halten, dürfte die Dunkelziffer noch höher liegen.

Netto gingen seit 2009 bei den untersuchten Banken 83'700 Stellen verloren. Weitere 83'500 wurden durch neu geschaffene Positionen ausgeglichen. Trotz dieser tiefen Einschnitte ist der branchenweite Abbau allerdings noch nicht beendet: Noch immer gebe es 300'000 überzählige Vollzeitstellen, wird Caio Gilberti von Alix Partners bei «Reuters» zitiert. Insgesamt könnten die Banken durch diese möglichen Kürzungen 20 Milliarden Dollar sparen.

Auch die Schweizer Grossbanken entlassen Leute. Die UBS gab erst letzten Monat den geplanten Abbau von 10'000 Stellen bekannt.

(jev)

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