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Grossauftrag
2000 Waggons: Stadler will den Iran beliefern

Peter Spuhler schielt auf den Iran: Der Stadler-Rail Chef bei einer Medienkonferenz.

Firmenchef Peter Spuhler winkt einer der grössten Deals seiner Unternehmensgeschichte mit der Islamischen Republik. Eine Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet.

Von Bernhard Fischer
am 24.05.2016

Der Thurgauer Bahnbauer Stadler Rail hat Mitte Mai mit dem Iran eine beidseitige Absichtserklärung über die Lieferung von 2000 Metro-Waggons im Wert von rund 2 Milliarden Dollar unterzeichnet. Das zeigen Recherchen der «Handelszeitung». Sie werden von Swissrail-Direktorin Michaela Stöckli und einer weiteren Quelle bestätigt. Stadler-Rail-Sprecherin Marina Winder bestätigt die unterschriebene Absichtserklärung ebenfalls: «Das Papier bildet die Grundlage für weitere Gespräche.» Zum Umfang eines möglichen Auftrags äussert sich Winder nicht.

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung erfolgte Mitte Mai im Rahmen der Iran Rail Expo, bei welcher Stadler Rail als Aussteller und Sponsor dabei war. Swissrail führte eine Delegation von 17 Vertretern aus der Schweizer Bahnindustrie an.

Milliardenpotenzial im Iran

Die Absichtserklärung ist nicht bindend. Dem erklärten Willen beider Seiten, den Deal abzuschliessen, muss noch ein Vertrag folgen. Knacknuss dabei ist die Finanzierung des Grossauftrags: Geschäfte in Dollar bleiben im Iran verboten. Das Land steckt fast 30 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Bahninfrastrukur.

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