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2011 wird zweitteuerstes Jahr für die Versicherer

In Japan war nur ein Bruchteil der wirtschaftlichen Schäden auch tatsächlich versichert. (Bild: Keystone)

Katastrophenjahr 2011: Noch nie haben Naturkatastrophen so hohe wirtschaftliche Schäden verursacht wie in diesem Jahr. Die Versicherer mussten bisher in der Geschichte gesamthaft erst einmal tiefer in

Veröffentlicht am 15.12.2011

Das zu Ende gehende Jahr ist für die Versicherungsbranche betreffend Natur- und Man-made-Katastrophen nach 2005 das zweitteuerste Jahr in der Geschichte. Schätzungen zufolge kosteten die Katastrophen die Versicherer insgesamt rund 108 Milliarden US-Dollar, was gegenüber dem Vorjahreswert von 48 Milliarden mehr als doppelt so viel ist, schreibt der Rückversicherer Swiss Re in der sigma-Studie.

Allein aus Naturkatastrophen entstanden der Gesellschaft wirtschaftliche Schäden in der Höhe von 350 Milliarden, was historisch gesehen ein Rekord ist. Im Jahr 2010 beliefen sich diese Schäden auf 226 Milliarden Über 30'000 Menschen kamen 2011 bei Katastrophen ums Leben.

Der grösste Teil der Schäden und der Toten sei auf das Erdbeben in Japan zurückzuführen. «Leider ist der Versicherungsschutz gegen Erdbeben noch recht begrenzt, sogar in einigen Industrieländern mit hohem Erdbebenrisiko wie Japan», zitiert die Swiss Re ihren Chefökonomen Kurt Karl in der Mitteilung.

In Japan nur ein Bruchteil der Schäden versichert

Wäre Japan gleich gut versichert gewesen wie andere Länder mit hohem Erdbebenrisiko, beispielsweise Neuseeland, wäre die Schadenlast für die Branche viel höher ausgefallen. Das Erdbeben in Japan verursachte versicherte Schäden von 35 Milliarden, was aber nur einen Bruchteil der wirtschaftlichen Schäden von 210 Milliarden ausmachte. Das Beben vom Februar in Neuseeland kostete die Versicherer 12 Milliarden, bei wirtschaftlichen Schäden von 15 Milliarden.

Schwere Überschwemmungen in Thailand und Australien führten zu Versicherungsschäden von über 10 Milliarden. Weiter entstanden bei zwei gewaltigen Tornados in den USA Schäden von ungefähr 14 Milliarden und über 400 Menschen kamen ums Leben. Der Hurrikan Irene schlug für die Versicherungswirtschaft mit Sachschäden von knapp 5 Milliarden zu Buche.

Das Jahr sei aber noch nicht abgeschlossen, so der Bericht weiter. Falls durch die anhaltenden schweren Überschwemmungen in Thailand oder allfällige Winterstürme in Europa gegen Jahresende noch zusätzliche Schäden entstehen, könnten die Zahlen für das Gesamtjahr noch näher bei der Rekordschadensumme von 123 Milliarden aus dem Jahr 2005 heranrücken. Damals hatten alleine die US-Hurrikane Katrina, Wilma und Rita Kosten von über 100 Milliarden verursacht.

(laf/vst/awp)

 

 

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