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2016 musste sich Migros von Coop geschlagen geben

Coop gegen Migros: Die Nummer zwei im Handel konnte auf Konzernstufe mehr Umsatz erzielen. Keystone

Coop hat letztes Jahr insgesamt mehr Umsatz gemacht als Branchenführer Migros. Dabei profitierte die Nummer zwei aber stark von ihrem internationalen Geschäft mit der Coop-Tochter Transgourmet.

Veröffentlicht am 13.01.2017

Migros ist zwar immer noch die grösste Detailhändlerin der Schweiz. Auf Konzernebene ist die Erzrivalin Coop im vergangenen Jahr allerdings am orangen Riesen vorbeigezogen.

Coop steigerte 2016 den Gruppenumsatz um 5,1 Prozent auf 28,3 Milliarden Franken. Dies vor allem dank eines kräftigen Wachstumsschubs in der Sparte Grosshandel –  das internationale Geschäft mit der Tochter Transgourmet – und Produktion. Migros dagegen musste sich mit einem Miniwachstum von 1,0 Prozent begnügen. Der Gruppenumsatz betrug im vergangenen Jahr 27,7 Milliarden Franken.

Alnatura als Wachstumstreiber

Dennoch zeigte sich Migros in einer Mitteilung am Freitag zufrieden mit dem Ergebnis. Positiv ist insbesondere die Entwicklung bei nachhaltigen und regionalen Produkten. Das Alnatura-Sortiment verzeichnete gar eine Verdoppelung des Umsatzes. Auch beim Onlinehandel konnte Migros die Marktführerschaft mit einem Wachstum von über 20 Prozent festigen.

Im stationären Handel gab es dagegen wenig zu holen für den orangen Riesen. Die Genossenschaften im In- und Ausland stagnierten umsatzmässig bei 16,6 Milliarden Franken. Der Konzern führt als Erklärung die gesunkenen Preise, den anhaltenden Einkaufstourismus und die Terrorangst an, die auf das Reisegeschäft drückte - alles Phänomene mit denen auch die Konkurrenz zu kämpfen hat. Besser lief es der Tocher Denner. Ihr Umsatz wuchs um 2,0 Prozent auf knapp 3 Milliarden Franken.

Globus mit weniger Umsatz

Beim Warenhaus Globus hingegen ging der Umsatz zurück. Dieser sank um 5,4 Prozent auf 879 Millionen Franken. Ein Teil der Umsatzeinbusse geht auf Ladenschliessungen zurück. Im Handelsgeschäft fiel vor allem das rückläufige Geschäft bei der Tochter Migrol ins Gewicht. Der Ölhändler litt unter den tiefen Treibstoffpreisen und dem warmem Winterwetter 2015/16. Entsprechend sank der Umsatz um 4,8 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Franken.

Der gesamte Detailumsatz im In- und Ausland erhöhte sich um 1,2 Prozent auf knapp 23,3 Milliarden Franken. Die sinkenden Preise beeinträchtigten das Ergebnis mit 217 Millionen Franken. Teuerungsbereinigt betrug das Wachstum 2,2 Prozent.

(sda/mbü/jfr)

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