Firmen hierzulande haben in den ersten sechs Monaten des Jahres für knapp 2,2 Milliarden Franken Werbung geschaltet. Das sind 5,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Abgesehen vom Monat März verzeichnete der Werbemarkt für jeden der ersten sechs Monate ein Umsatzplus, wie das Marktforschungsunternehmen Media Focus mitteilte. Im Juni war der Zuwachs mit 0,6 Prozent vergleichsweise gering.

Mit 58,3 Prozent verzeichnet die Telekommunikationsbranche den stärksten Zuwachs. Sie liess sich ihre Werbeaktivitäten im ersten Halbjahr 128,7 Millionen Franken kosten. Besonders Mobilfunkprodukte wurden laut Media Focus massiv mehr beworben.

Nahrungs- liegt vor Autoindustrie

Auch die anstehenden Wahlen machen sich auf dem Werbemarkt bemerkbar: Die Ausgaben für politische Werbung stiegen um 28,4 Prozent auf 27,1 Millionen Franken. Allein im vergangenen Monat legten sie um über die Hälfte zu.

Deutlich sparsamer waren hingegen Versicherungen. Sie reduzierten ihre Ausgaben im ersten Halbjahr um 31,1 Prozent. Nach wie vor am meisten Werbung schaltet die Nahrungsindustrie. Sie ist für 246,7 Millionen Franken Werbeausgaben verantwortlich. Dahinter folgt die Autoindustrie mit 236,5 Millionen Franken.

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Mit einem Anteil von 31,3 Prozent an den Ausgaben waren Tages- und Wochenzeitungen der beliebteste Kanal für Werbung. Nur unwesentlich geringer war der Anteil der TV-Werbung.

(tno/awp/sda)