Diesen Sonntag werden sich wahre Aviatik-Fans hüten, die Zeitumstellung (Uhr eine Stunde vorstellen) zu verpassen. Denn mit dem Wechsel auf den Sommerflugplan (28. März bis 30. Oktober 2010) wird Realität, wovon sie geträumt haben: Mit dem elften Airbus A380 der Singapore Airlines landet das grösste Passagierflugzeug der Welt zum ersten Mal regulär und bewilligt in Zürich.

Obwohl mit dem Superjumbo die Masse wächst, nimmt das Volumen an Passagieren ab: Statt zwölf wöchentliche gibt es nur noch eine tägliche Verbindung nach Singapur. Doch diese Reduktion ist eine der wenigen Ausnahmen bei den drei grössten Deutschschweizer Flughäfen. Sie melden eine ganze Reihe an neu aufgelegten, mehr angebotenen oder wieder aufgenommenen Liniendiensten (siehe Tabelle).

Swiss aktiviert geparkte Flieger

Der nächste Höhepunkt in Zürich wirft seine Schatten bereits voraus: Am 2. Juni 2010 startet die Swiss ihren Service nach San Francisco. Seit dem Grounding gab es ab der Schweiz keine Nonstop-Flüge in die Metropole an der amerikanischen Westküste. Zusammen mit den erhöhten Frequenzen nach Übersee - USA, Kanada, Indien und China - sollen die beiden im Winterflugplan geparkten Langstreckenmaschinen mit dem Sommerflugplan wieder zum Einsatz kommen.

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Mit den meisten neuen Destinationen ab der Schweiz kann diesmal nicht Easyjet aufwarten, sondern Air Berlin; neun Ziele ab/bis Zürich und drei Ziele ab/bis Basel. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Air Berlin ihre in der Schweiz stationierte Flotte von sechs auf neun Maschinen ausbaut (siehe «Handelszeitung» Nr. 11 vom 17. März 2010).

Eine einzige Fluggesellschaft steuert Zürich dieses Jahr zum ersten Mal an: Vueling Airlines, ein spanischer Low Cost Carrier. Dafür geben zwei amerikanische Network Carrier erneut ihr Comeback: Delta Air Lines und US Airways.

Deutschland erlebt einen Schub

Auf der Kurzstrecke ziehen vor allem die Destinationen im nördlichen Nachbarland ab/bis Zürich an: Neu fliegt Helvetic Airways nach Rostock, Air Berlin und Swiss bauen ihre täglichen Frequenzen nach Berlin je von fünf auf sechs aus, Air Berlin verkehrt zudem viermal statt dreimal täglich nach Hamburg und die Ostfriesische Regionalfluggesellschaft OLT hat ihre Verbindungen nach Bremen mehr als verdoppelt - dies infolge eines Codeshares mit der Swiss.

Aber auch vom Flughafen Bern-Belp gibt es eine Germany-News: Cirrus Airlines erhöht ihre täglichen Flüge nach München von zwei auf drei. Zudem macht Sky Work Airlines für die Bundeshauptstadt einen kleinen Traum wahr: Barcelona stand als neues Ziel lange auf der Wunschliste.