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Abbau
34 Fährleute auf dem Lago Maggiore werden entlassen

Die italienische Gesellschaft NLM stellt den Fährbetrieb in der Schweiz ein. Nur die Verbindungen zwischen Italien und der Schweiz bleiben erhalten. Das kostet 34 Arbeitsplätze.

Veröffentlicht am 14.06.2017

Die Schifffahrtsgesellschaft NLM am Lago Maggiore hat seine 34 Schweizer Angestellten zum 31. Dezember 2017 entlassen. Der Grund ist die Einstellung des Fährangebots im Schweizerischen Becken des Langensees.

Betroffen seien 14 Festangestellte sowie 20 Saisonkräfte, teilten die Tessiner Regierung und die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV am Mittwoch unabhängig voneinander mit. Beibehalten werden sollen ab 1. Januar 2018 nur die «internationalen» Verbindungen nach Italien.

Internationale Konzession

Die Regierung wolle alles notwendige unternehmen, um die Arbeitsplätze im Kanton zu erhalten, so der Staatsrat. Die Fährschiffahrt auf dem Langensee ist durch eine internationale Konzession zwischen der Schweiz und Italien geregelt - sie wurde per 1. Januar 2017 vom Bundesamt für Verkehr für 10 Jahre erneuert.

Laut der Tessiner Regierung schreibt die Übereinkunft zwischen den beiden Ländern jedoch nicht vor, welchen genauen Dienstleistungen auf der Schweizer Seite des Sees erbracht werden müssen und woher die Angestellten stammen. Deshalb verletze die italienische Anbieterin durch den Stellenabbau auch keine Regelung, so die Kantonsregierung.

Personalversammlung der Fährleute

Sie hofft nun, dass Stellenkürzungen durch eine bessere Zusammenarbeit mit der Schifffahrtsgesellschaft auf dem Luganer See zumindest teilweise aufgefangen werden können. Am kommenden Freitag ist eine Personalversammlung der Fährleute geplant, an der auch der Arbeitskampf organisiert werde, so die Gewerkschaft SEV.

Währen die Schifffahrt auf dem Lago Maggiore gemäss Staatsvertrag dem südlichen Nachbarland unterliegt, kümmert sich ein Schweizer Unternehmen um den ganzen Luganer See, inklusive der italienischen Teile.

(sda/gku)

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