Der Stellenabbau bei der angeschlagenen Bank of America könnte einem Bericht zufolge weit höher ausfallen als bislang angenommen. Beim anstehenden Umbau der Bank gebe es Szenarien, die einen Abbau von bis zu rund 40’000 Stellen vorsehen, hiess es in einem Bericht des «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es stehe aber noch nicht fest, wie viele Stellen genau gestrichen werden und die Zahl könne sich daher noch jederzeit ändern. Sollten 40’000 Arbeitsplätze wegfallen, wären das rund 14 Prozent der Belegschaft.

Die Umbaumassnahmen der mit zahlreichen Problemen kämpfenden Bank reichen aber offenbar weiter als noch Mitte August angenommen. Damals hatte das «WSJ» berichtet, dass mindestens 10’000 Stellen wegfallen könnten. Wie es in dem aktuellen Bericht weiter heisst, ist noch nicht klar, wann die Bank of America die Stellenstreichungen bekannt geben wird. Anfang der kommenden Woche wird Unternehmenschef Brian Moynihan die Pläne zum Umbau der Bank bei einer Investorenkonferenz erläutern. Es sei aber noch nicht sicher, ob er sich dabei schon zu konkreten Zahlen äussern wird.

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Wegen der anhaltenden Schuldenkrise und der turbulenten Lage an den Finanzmärkten regiert derzeit bei vielen Banken der Rotstift. Neben der branchenüblichen Probleme wie der strengeren Regulierung oder den schwächelnden Erträgen kämpft die Bank of America noch mit einer Reihe hausgemachter Probleme, so dass bei ihr der Stellenabbau deutlicher als bei manchem Konkurrenten ausfallen könnte.

(laf/awp)