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A380-Problemflügel bremst EADS-Wachstum

Zurück in die Werkstatt: Der Airbus A380 von EADS. (Bild: Keystone)

Der Airbus-Hersteller steigert zwar seinen Umsatz, muss auf Gewinnstufe aber millionenschwere Rückstellungen tätigen.

Veröffentlicht am 16.05.2012

Dank starker Nachfrage nach seinen Airbus-Flugzeugen hat der europäische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS im ersten Quartal Gewinn und Umsatz überraschend stark gesteigert. Wie das Management mitteilte, kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis (Ebit) vor Einmaleffekten sprang sogar um 109 Prozent auf 480 Millionen Euro. «Die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen und zivilen Helikoptern ist weiterhin gut», erklärte der scheidende EADS-Chef Louis Gallois.

Für das Gesamtjahr sagte der Konzern ein Umsatzplus von deutlich über sechs Prozent voraus. «Mit steigender Zuversicht rechnet EADS für 2012 mit einem Ebit vor Einmaleffekten von über 2,5 Milliarden Euro», teilte das Unternehmen mit.

Die Risse in Flügelteilen des Airbus A380 haben EADS im ersten Quartal jedoch einen Grossteil seines Gewinns gekostet. Für die Reparatur der 71 doppelstöckigen A380-Jets, die bis Ende März rund um die Welt im Dienst waren, stellte EADS rund 158 Millionen Euro zurück.

Die vorgelegten Gewinnzahlen waren nur gut halb so viel wie von Analysten erwartet.

(vst/sda/awp)

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