Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat 2016 weniger Gewinn eingefahren als im Rekordjahr 2015. Der Gewinn sank um 8,5 Prozent auf 142,2 Millionen Franken. Die Staatsbank überweist dem Kanton 109,7 Millionen Franken als Gesamtentschädigung. Der Lohndeckel für das Topkader wurde umgesetzt.

Der Geschäftsertrag stieg um 2,3 Prozent auf 383,9 Millionen Franken, während der Geschäftserfolg um 1,4 Prozent auf 195,1 Millionen Franken sank. Bankratspräsident Dieter Egloff sprach am Dienstag vor den Medien in Aarau von einem «sehr erfolgreichen Jahresabschluss».

Mehr Kundengelder

Die Bilanzsumme wurde um 4 Prozent auf 25,2 Milliarden Franken gesteigert. Die Kundengelder nahmen um 3,6 Prozent auf 16,3 Milliarden Franken zu. Die Ausleihungen stiegen um 5,4 Prozent auf 20,8 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen stiegen um rund eine Milliarde Franken auf 18,5 Milliarden Franken.

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Die Kantonalbank legte im Zinsengeschäft um 3,7 Prozent auf 268,9 Millionen Franken zu. Grund für das Wachstum ist die Auflösung von ausfallrisikobedingten Wertberechtigungen von 20,3 Millionen Franken. Mit 59 Millionen Franken verlief das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stabil. Das Handelsgeschäft wurde um 3,9 Prozent auf 51 Millionen Franken gesteigert.

Geldregen für den Kanton

Der Geschäftsverlauf der AKB freut auch den Kanton als alleiniger Eigentümer. In Absprache mit dem Regierungsrat wird die Kantonalbank eine Ausschüttung von 99 Millionen Franken vornehmen. Hinzu kommt die Abgeltung der Staatsgarantie von 10,7 Millionen Franken. Unter dem Strich liefert die AKB damit 109,7 Millionen Franken in die Staatskasse.

Die Bank setzte 2016 den vom Aargauer Kantonsparlament beschlossenen Lohndeckel für das Topkader um. Die Mitglieder der Geschäftsleitung erhalten pro Jahr höchstens doppelt so viel wie ein Aargauer Regierungsrat, also rund 600'000 Franken.

Lohndeckel umgesetzt

Der Bankrat habe sich für einen «unkonventionellen Weg mit einer stark abgeflachten Lohnpyramide entschieden», sagte Bankratspräsident Egloff. So sei vermieden worden, dass mit Ausnahme der Geschäftsleitung weitere Mitglieder der Direktion finanziell negativ betroffen würden.

Die fünf Mitglieder der Geschäftsleitung können nun theoretisch gleich viel verdienen wie Direktionspräsident Pascal Koradi. Sie müssen jedoch die Bankenziele und die persönlichen Ziele übertreffen. Man habe auch erreichen wollen, dass die AKB im Markt weiterhin als attraktive Arbeitgeberin wahrgenommen werde, betonte Egloff.

(sda/ise/me)