M omentan wird im Kanton Aargau gross investiert. In den Städten Aarau, Baden, Lenzburg und Brugg stehen grössere Projekte im Bau. Insbesondere in der Kantonshauptstadt Aarau ist ein Bauboom ausgebrochen. Auf dem Bahnhofareal und auf Grundstücken, die jahrelang brach lagen, wird heftig gebaut und weiteren Projekte sind geplant. Die grossen Dienstleistungsflächen werden zusätzliche Arbeitskräfte in die Kantonshauptstadt bringen. Interessanterweise können diese Flächen bereits vor der Fertigstellung vermietet oder verkauft werden. Dies wird wiederum eine grössere Nachfrage nach Wohneigentum und Mietwohnungen auslösen.

Stabiler Markt für Wohneigentum

Die schnelle und gute Verbindung nach Zürich, Basel und Bern macht den Aargau zum Wohnkanton. Trotz des Baubooms bleiben die Preise für Wohnungen und Einfamilienhäuser im Allgemeinen jedoch stabil. Die Wohnlage an der Achse Aarau, Lenzburg, Baden, Zürich ist weiterhin sehr gefragt.

Die guten Verbindungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Zürich sind teilweise interessanter als aus der Agglomeration um Zürich selbst. Der Preisunterschied und die Nähe zum Werkplatz Zürich ziehen immer mehr Leute in den Aargau. Die Preise für Wohneigentum liegen im Durchschnitt 20% tiefer als in Zürich und Umgebung. Mit der schnellen Verbindung, in 20 Minuten ins Zentrum von Zürich, und den tieferen Wohnkosten steigt für diese Leute im Aargau sukzessive die Kaufkraft. Die Nachfrage nach Mietwohnungen wird immer grösser. Der Bau von Eigentumswohnungen hat in den letzten Jahren im Aargau überhand genommen und regelrecht einen Boom ausgelöst. Dies hat zur Folge, dass die erhöhte Nachfrage nach Eigentumswohnungen den Baulandpreis für Mehrfamilienhäuser an eine obere Grenze gebracht hat. Immer mehr Investoren suchen aber geeignetes Bauland für Miet-Mehrfamilienhäuser.

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Die Investoren möchten im Aargau gute und rentable Anlageobjekte erstellen. Bei einer Abschwächung des aktuellen Baubooms würden auch die Mietzinsen wieder ansteigen. Die Baulandpreise könnten dadurch stabilisiert oder sogar gesenkt werden. Dies kann den Markt für den institutionellen Investor wieder interessanter machen.

Preisentwicklung sieht Grenzen

Anbieter von Wohnungen im hohen Preissegment von über 1 Mio Fr. haben es im Aargauer Markt nicht leicht. Diese Wohnungen können momentan nur noch an optimaler Lage und in Gemeinden mit Entwicklungspotenzial, d.h. guter Verkehrsanbindung und steuergünstig, problemlos verkauft werden. Die Preise für Einfamilienhäuser bleiben dagegen sehr flexibel. Hohe Preise für Altbauten werden in den beliebten und bekannten städtischen Wohnquartieren bezahlt. In diesen Gebieten ist das Bauland knapp geworden. Für ältere Liegenschaften mit bescheidenem Wohnkomfort wird an diesen Lagen momentan ein hoher Preis bezahlt. Es ist die ruhige, zentrale Lage mit gewachsener Infrastruktur, wie Schulen und Einkauf, welche die Preisgestaltung beeinflusst.

Marktabklärungen lohnen sich

Vor Entscheidungen für Immobilienkäufe sollte man sich immer von einem regional tätigen Immobilien-Treuhandbüro beraten lassen. Eine Verkehrswertschätzung vom Fachmann bringt Klarheit und Sicherheit über Dinge, die der Laie nicht immer erkennt. Bei Immobilien geht es immer um grosse Geldbeträge.