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Pleite
Aargauer Stahlfirma macht dicht: 80 Entlassungen

Der Familienbetrieb wurde 1951 gegründet. Mehr als 60 Jahre später muss das Aargauer Unternehmen Jakem nun schliessen. 80 Personen werden gestaffelt entlassen.

Veröffentlicht am 17.02.2015

Die Stahlbaufirma Jakem AG in Münchwilen im aargauischen Fricktal will ihren Betrieb einstellen. Die 80 Mitarbeitenden sollen gestaffelt entlassen werden. Als Hauptgrund nennt die Firma die massiven Überkapazitäten und den Preiskampf in der Stahlbranche.

Die Eigentümer und der Verwaltungsrat der Jakem Gruppe entschieden gemäss Angaben des Unternehmens vom Dienstag gemeinsam, die Geschäftstätigkeit mittelfristig in geordneter Form aufzugeben. Die Mitarbeitenden waren einen Tag zuvor über die Schliessung des Betriebes informiert worden.

Gestaffelte Einstellung des Betriebes

Der Betrieb solle in den kommenden drei bis fünf Monaten gestaffelt herunter gefahren und danach eingestellt werden, sagte Geschäftsführer Markus Amsler im Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF.

Man sei vor allem im Wirtschaftsbau tätig, mache Hochspannungsleitungen und spezielle Stahlkonstruktionen. Diese Arbeiten liessen sich nicht so stark automatisieren. Der Preisdruck aus dem Ausland sei gross.

1951 gegründet

Aufgrund der gegenwärtigen Planung sei davon auszugehen, dass das Unternehmen seinen Verpflichtungen gegenüber Lieferanten und Kunden nachkommen könne.

Die 1951 als kleiner Familienbetrieb gegründete Jakem betreibt neben dem Hauptsitz in Münchwilen auch Aussenbüros in Zürich und in Bioggio TI. Das Aargauer Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) wird in der kommenden Woche in den Räumen der Firma ein betriebliches Arbeitscenter einrichten.

(awp/sda/ise)

 

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