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Ab in die Wolke mit Apple - zu welchem Preis?

Gratis gibts bei Apple äusserst selten was. (Bild: Keystone)

Nächste Woche präsentiert Apple-Chef Steve Jobs neue Versionen seiner Betriebssysteme - und die ominöse iCloud. Gratis wird das bestimmt nicht.

Von Reto Vasella
am 01.06.2011

Apple überraschte am Dienstag mit den konkreten Themen des Eröffnungsvortrages seiner jährlichen WWDC (World Wide Developer Conference), die nächste Woche in San Francisco stattfindet. Nebst den zu erwartenden iOS-Updates fürs iPhone und iPad und der Lancierung des neuen Betriebssystem ”Lion” für die Mac-Computer, soll Apples CEO Steve Jobs einen geheimnisumwitterten Service mit dem Namen ”iCloud” vorstellen.

Einfacher Upload dank "Scan-and-Match"

Was dieser Service genau beinhaltet, teilte Apple nicht mit. Jedoch ist seit längerem bekannt, dass Apple mit den vier grossen Plattenfirmen in Lizenz-Verhandlungen steht, die den Benutzer erlauben sollen, ihre Musik auf den Servern von Apple zu speichern. Die iCloud würde es dann den Benutzern ermöglichen, ihre Musik auf all ihren Geräten wie etwa iPhones oder Pods direkt abspielen zu können, ohne dass diese zuerst heruntergeladen oder mit ihren Computern synchronisiert werden müssten. 

Dabei setzt Apple laut dem Wall Street Journal auf ein sogenanntes Scan-and-Match-Verfahren, bei dem die persönliche Musiksammlung eines Benutzers mit einer ”Meta-Bibliothek” in der iCloud abgeglichen und dort dupliziert wird. Der Vorteil: Nur die dort nicht vorhandenen Musiktitel müssen raufgeladen werden. Im Gegensatz dazu stehen ähnliche Dienste von Amazon und Google, bei denen die ganze Musiksammlung zuerst mühsam hochgeladen werden muss, was äusserst zeitintensiv sein kann.

Auch Filme und TV-Sendungen aus der Wolke

Die iCloud könnte, zumindest in den USA, nebst Musik auch Filme und Fernsehsendungen streamen und laut Business Insider sollen auch Photos und verschiedene Mail und Dokumente Dienste über diese Wolke laufen.

Fraglich bleibt, wieviel dieser ganze Service kosten soll. Apple ist ja nicht gerade bekannt dafür, Produkte oder Dienstleistungen gratis anzubieten. Wegen den bereits bestehenden, zumindest teilweilse Gratis-Angeboten der Konkurrenz, rechnet man jedoch damit, dass Apple möglicherweise einen Basis-Dienst anbietet, der kostenlos sein wird. Für Power-User soll es einen Service mit mehr Möglichkeiten geben, der mit Monats- oder Jahresgebühren funktioniert. Diese sollen laut Business Insider bei 5-10 Dollar pro Monat starten und maximal zwischen 50 und 100 Dollar enden.

(laf)

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