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Untersuchung
ABB: Britische Behörden ermitteln wegen Korruption

ABB: Kooperiert vollumfänglich. Keystone

ABB-Töchter in Grossbritannien, deren Kader und weitere Personen sind ins Visier der Strafverfolger geraten. Der Verdacht lautet auf Bestechung und Korruption. Der Hinweis kam vom Unternehmen selbst.

Veröffentlicht am 10.02.2017

Die britische Strafverfolgungsbehörde SFO (Serious Fraud Office) hat eine Untersuchung gegen ABB wegen Bestechung und Korruption eingeleitet. Diese richte sich gegen die britischen ABB-Tochtergesellschaften, deren Kadermitarbeiter, Angestellte und Bevollmächtigten, heisst es in einer am Freitag auf der SFO-Internetseite veröffentlichten Mitteilung.

ABB kooperiere vollumfänglich mit den Behörden, teilte der Konzern am Freitagnachmittag in einer Stellungnahme mit. ABB habe nach Abschluss einer internen Untersuchung selbst die US-amerikanische SEC, das US-Department of Justice und das SFO über irreguläre Beziehungen mit und Zahlungen an Unaoil unterrichtet.

Gesellschaft in Monaco

Das Unternehmen vertrete eine Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Korruption und halte an den höchsten Standards hinsichtlich der Integrität und ethischer Geschäftspraktiken fest, betonte ABB. Die Untersuchung steht laut der SFO-Mitteilung im Zusammenhang mit einem seit längerem laufenden Verfahren gegen die Gesellschaft Unaoil mit Sitz in Monaco.

Das Unternehmen war bereits vor einiger Zeit in die Schlagzeilen geraten und seit Juli 2016 ermittelt das SFO gegen die Beratungs-Firma. Gemäss Medienartikeln wird Unaoil vorgeworfen, als Vermittler von Schmiergeldzahlungen bei Öl-Kontrakten und Industrieaufträgen gedient zu haben.

(sda/jfr)

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