ABB-Chef Ulrich Spiesshofer geht davon aus, dass sich die Wirtschaft in Europa abschwächen wird. «Die Themen Türkei, Anschläge in Frankreich und Brexit führen zu einer Verlangsamung der Wirtschaft in Europa», sagt er im «Handelszeitung»-Interview. Schwierig sei in der Industrie alles, was mit Öl und Gas zu tun habe. «Alles, was mit Automobil und mit Elektronik zu tun hat, läuft gut.»

Das gilt besonders für die eben noch schwer defizitäre ABB-Sparte Robotics. Spiesshofer: «Heute ist Robotics ein Rockstar im Portfolio, es wächst stark und ist hoch profitabel.» Im Zuge einer Kostensenkung hat ABB am Konzernsitz abgebaut. Zuvor waren dort 800 Mitarbeiter beschäftigt. «Jetzt haben wir in Oerlikon 600 Mitarbeiter. Wir haben die Hauptverwaltung auf die Kernaufgaben konzentriert.» Auf die Frage, ob der Personalbestand am Konzernsitz weiter sinkt, meint der ABB-Chef: «Wir sind jetzt ziemlich nahe am Ziel.»

CDO soll Schwung bringen

Vieles verspricht sich der Konzernchef vom neuen Chief Digital Officer Guido Jouret: «Mit Guido haben wir einen Pionier des Internets der Dinge für uns gewinnen können. Er wird mit seiner Kompetenz und jahrzehntelangen Erfahrung bei Technologie-Riesen wie Cisco unsere Digitalisierungsstrategie mit Volldampf vorantreiben.»

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Spiesshofer durchläuft derzeit den Einbürgerungsprozess. Den Wissenstest hat er erfolgreich abgeschlossen: «Ich habe beim Test 97 von 100 Punkten erreicht.»

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