Der Schweizer Elektrokonzern ABB hat im zweiten Quartal unter der schwachen Nachfrage gelitten. Der Auftragseingang fiel um sieben Prozent auf 9,312 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn kletterte hingegen um 16 Prozent auf 763 Millionen Dollar. Die Erwartungen enttäuschte der Konzern mit beiden Kennzahlen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Auftragseingang von 10,242 Milliarden Dollar und einem Nettogewinn von 791 Millionen Dollar gerechnet.

«Der Auftragseingang ist vor allem aufgrund der Ende letzten Jahres eingeleiteten strategischen Neupositionierung der Division Energietechniksysteme mit ihrem Fokus auf eine selektivere Projektauswahl und höhere Profitabilität gesunken», erklärte der scheidende Konzernchef Joe Hogan.

Zudem hätten Verzögerungen bei der Vergabe von Grossaufträgen im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten den Auftragseingang im zweiten Quartal belastet.

Der starke Auftragsbestand werde helfen, die Unsicherheiten abzufedern. «Unser Ausblick für den restlichen Jahresverlauf bleibt gegenüber dem Ende des ersten Quartals unverändert», sagte Hogan. «Die makroökonomischen Indikatoren sind zunehmend uneinheitlich, was es schwierig macht, Prognosen für den zeitlichen Verlauf von Auftragseingängen abzugeben.»

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(jev/aho/sda)