ABB hat 2012 deutlich weniger verdient. Der Reingewinn des Elektrotechnik- und Automationskonzerns sank um 15 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Dazu trugen Abschreiber und die Kosten von rund 350 Millionen Dollar für die angekündigte Neuausrichtung der Division Energietechniksysteme bei.

Trotz angespannter Weltkonjunktur stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 39,4 Milliarden Dollar. Der Auftragseingang stagnierte hingegen bei 40,2 Milliarden Dollar. Zum Jahresende spürte ABB eine anhaltende Zurückhaltung bei den öffentlichen Ausgaben. Zudem seien mit Blick auf die kurzfristige Wachstumsdynamik in Europa und den USA sowie auf die Konjunkturerholung viele Fragen offen, erklärte Konzernchef Joe Hogan gemäss Mitteilung.

Hogan bekräftigte das Ziel, weiterhin jährliche Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen von 3 bis 5 Prozent der Umsatzkosten zu erzielen. Die Dividende für 2012 will ABB von 65 Rappen im Vorjahr auf 68 Rappen je Titel erhöhen. Im vierten Quartal 2012 fiel der Gewinn um 27 Prozent auf 604 Millionen Dollar. Er lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten, ebenso der um 4 Prozent gestiegene Quartalsumsatz von 11,0 Milliarden Dollar.

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(muv/aho/sda/awp)