Nestlé, Novartis, GlaxoSmithKline, die europäische Weinindustrie - immer mehr Branchen und Firmen bekommen in China heftige Probleme mit den härter zupackenden Wettbewerbsbehörden. Während den Ermittlungen werden auch immer wieder kritische Stimmen laut, die befürchten, China versuche damit einheimische Unternehmen vor der ausländischen Konkurrenz zu schützen.

In dieses Konzert mag ABB-CEO Ulrich Spiesshofer nicht einstimmen. Er ist da ganz entspannt und meinte am Capital Market Day in London: «Ich teile diese Sorgen nicht.»

Nächste Stufe

Im Gegenteil: «China Daily» zitiert sein ausgesprochenes Lob an die Chinesen: «Ich möchte der chinesischen Regierung zu ihren Anstrengungen gratulieren, die chinesischen Geschäftspraktiken auf die nächste Stufe zu heben. Das sind Anstrengungen, die wir begrüssen.»

Er sieht den Konzern in China in einer hervorragenden Position, man sei schon seit über 100 Jahren dort aktiv und das Land bleibe in der Geschäftsstrategie «sehr wichtig».

ABB verkauft den Chinesen nicht nur Geräte, der schweizerisch-schwedische Konzern beschäftigt in China über 2000 Personen in der Forschung und Entwicklung.