In der Zürcher ABB-Fabrik für gasisolierte Schaltanlagen verschwindet jeder vierter der aktuell 400 Arbeitsplätze. «Die Kapazitäten werden sinken», bestätigt ABB-Schweiz-Chef Remo Lütolf gegenüber der «Schweiz am Sonntag». Zum Zeitpunkt machte er keine Angaben. Betroffen seien die rund 100 Temporärangestellten. Die festangestellten Mitarbeiter sollen verschont werden.

Unangetastet bleibt das weltweite Entwicklungszentrum für gasisolierte Schaltanlagen, das sich auf dem Werksgelände befindet. Die Auslastung in Oerlikon ist gesunken, weil ABB in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort «Country for Country» andernorts mehrere Fabriken errichtet hat, in denen die gleichen Produkte hergestellt werden, darunter in Saudiarabien und Indien. Kurz darauf folgten die ersten Aufträge im Gesamtwert von rund einer halben Milliarde US-Dollar aus diesen Ländern. Sie fehlen nun in Oerlikon.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Abbau bei ABB auch im Aargau und in Baselland

Im Juni war bekannt geworden, dass ABB auch die Produktion von getriebelosen Mühlenantrieben in der Schweiz einstellt. Dadurch gehen 50 Stellen in Kleindöttingen, Baden-Dättwil und in Birsfelden BL verloren.

(se)