Die ABB-Schweiz-Tochter ABB Turbo Systems AG baut wegen der anhaltenden Krise im Marinebereich in der Schweiz 145 Stellen ab. Das Werk in Deitingen SO wird Mitte nächsten Jahres geschlossen, und die Aktivitäten auf die Werke in Baden AG und Klingnau AG konzentriert.

Für die vom Abbau betroffenen Mitarbeitenden besteht ein Sozialplan, wie ABB am Dienstag mitteilte. Die Massnahmen sollen bis Mitte 2014 schrittweise umgesetzt werden. Mit der Konzentration auf die beiden Standorte im Kanton Aargau will ABB Turbo Systems die Wettbewerbsfähigkeit wieder erhöhen.

Die Krise im Marinebereich hatte laut der ABB-Mitteilung einen massiven Bestellungsrückgang zur Folge. ABB Turbo Systems AG habe auf diese Entwicklung vorerst mit dem Abbau von Überstunden und Ferienguthaben, dem Transfer von Mitarbeitenden innerhalb von ABB Schweiz sowie der Rückverlagerung von auswärts gefertigten Komponenten reagiert.

Weltmarktführer oberhalb von 500 Kilowatt

Eine Analyse der Geschäftsaussichten habe jedoch gezeigt, dass die bisher getroffenen Massnahmen nicht ausreichen, um die Kapazitäten dem mittelfristig zu erwartenden Auftragsvolumen anzupassen. Mit der frühzeitigen Information der Mitarbeitenden soll diesen ermöglicht werden, genügend Zeit für die Stellensuche zu bekommen.

Anzeige

Die ABB Turbo Systems AG ist laut eigenen Angaben Weltmarktführer für die Aufladung von Diesel- und Gasmotoren mittels Abgasturboladern im Leistungsbereich oberhalb von 500 Kilowatt. Rund 200'000 ABB-Turbolader sind weltweit auf Schiffen, in Kraftwerken, auf Lokomotiven sowie grossen Baustellen- und Minenfahrzeugen im Einsatz.

(tno/rcv/sda)

Auch diese Firmen streichen Stellen: