Der Technologiekonzern ABB hat in Australien neue Aufträge über 80 Millionen US-Dollar erhalten. Dabei geht es um die Lieferung von Energietechnologien und Mittelspannungsantrieben für eine neue Aufbereitungsanlage für das Flüssiggasprojekt Ichthys in der Nähe von Darwin, wie ABB mitteilt.

Rund die Hälfte des Auftragswerts sei Ende des ersten Quartals 2012 gebucht worden, der Rest im zweiten Quartal. Die Ausrüstung von ABB wird die Hauptstromversorgung der Flüssigerdgas-Aufbereitungsanlage an Land unterstützen und die Kompressoren steuern, die das im Offshore-Feld Ichthys geförderte Erdgas verflüssigen.

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Beim Flüssiggasprojekt Ichthys, dem zweitgrössten Öl- und Gasprojekt in der Geschichte Australiens, handelt es sich um ein Joint Venture zwischen INPEX (Betreiber), Total, Tokyo Gas, Osaka Gas und Toho Gas.

900 Kilometer lange Unterwasser-Pipeline

Das Erdgas aus dem Gasfeld Ichthys, rund 200 Kilometer vor der Küste Westaustraliens, wird Offshore vorbehandelt, um Wasser zu entfernen und Kondensat zu extrahieren. Das Gas wird dann über eine rund 900 Kilometer lange Unterwasser-Pipeline zu den Onshore-Aufbereitungsanlagen in Darwin transportiert.

Das Ichthys-Projekt soll jährlich 8,4 Millionen Tonnen Flüssigerdgas (LNG) und 1,6 Millionen Tonnen Flüssiggas (LPG) sowie zusätzlich rund 100.000 Barrel
Kondensat pro Tag zu Spitzenzeiten produzieren.

(aho/tno/awp)