Der Energie- und Automationstechnik-Konzern ABB hat im dritten Quartal 2012 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 9,75 Milliarden Dollar gesteigert. In Lokalwährungen lag das Plus bei zehn Prozent - das heisst bereinigt um die Übernahme von Thomas & Betts bei vier Prozent. Der Auftragseingang ging indes um fünf Prozent auf 9,30 Milliarden Dollar zurück.

Somit hat sich das Wachstumstempo im Vergleich zum zweiten Quartal mit Blick auf den Umsatz wieder etwas beschleunigt, wogegen sich die Dynamik im Auftragseingang abgeschwächt hat. Der Auftragsbestand per Ende September lag bei 29,2 Milliarden US-Dollar, nach 29,1 Milliarden Ende Juni 2012 bzw. 28,5 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Der operative Ebitda reduzierte sich um sechs Prozent auf 1'483 Millionen US-Dollar und die Ebitda-Marge auf 15,3 Prozent von 16,7 Prozent. Im Quartal wurde der Ebitda durch negative Währungseffekte von rund 100 Millionen Dollar belastet. Zudem hätten sich niedrigere Margen in einigen Projekten der Division Energietechniksysteme nachteilig auf die Rentabilität ausgewirkt, teilte ABB mit.

ABB will weiter Kosten senken

Die Kosteneinsparungen erreichten nach neun Monaten rund 820 Millionen US-Dollar bei Kosten von circa 55 Millionen. Der Reingewinn liegt mit 759 Millionen US-Dollar um vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit hat ABB die Erwartungen der Analysten mit den Gewinnziffern knapp erreicht, mit dem Umsatz übertroffen, mit dem Auftragseingang dagegen klar verfehlt. 

Die Vorhersehbarkeit der Märkte sei in den nächsten Monaten beschränkt, schreibt ABB weiter. Die Gruppe zeigt sich aber in unsicherem Umfeld vorsichtig optimistisch für die weitere Entwicklung. Der längerfristige Ausblick für die wichtigen Absatzmärkte bleibe positiv, begünstig durch Megatrends wie die Nachfrage nach grösserer Ressourceneffizienz, die zunehmende Urbanisierung in den Schwellenländern und die steigende Nachfrage nach einer effizienten und zuverlässigen Stromversorgung, schreibt ABB in der Mitteilung zum Drittquartalsabschluss. Auf dieser Basis bekräftigt das ABB-Management seine Ziele für den Zeitraum 2011 bis 2015.

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Ungeachtet der Marktbedingungen werde das Management seinen Fokus weiterhin darauf legen, Kosten zu senken und sicherzustellen, dass Investitionen in das Wachstum Renditen im Einklang mit den längerfristigen Zielen generiere, so die Mitteilung weiter.

(muv/tke/awp/sda)