Der Elektrokonzern ABB hat sich einen Grossauftrag für eine Stromverbindung zwischen Grossbritannien und Norwegen geangelt. Die Schweizer sollen an der Nordseeküste die beiden Basisstationen für eine Gleichstrom-Hochspannungsleitung (HGÜ) für 450 Millionen Dollar errichten, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Mit der Verbindung wollen die beiden Netzbetreiber Statnett und National Grid eine bessere Nutzung erneuerbarer Energien erreichen. Die mit 730 Kilometern längste Unterwasserverbindung der Welt soll 2021 in Betrieb gehen. Die Nennleistung betrage 1400 Megawatt, was in etwa der Energieerzeugung von zwei kleineren Atomkraftwerken entspricht.

Nachfrage schwankt

«Bei starker Windstromerzeugung und geringem Strombedarf in Grossbritannien fliesst der Strom durch die Leitung nach Norwegen, wo dann Wasser in den Stauseen gesammelt werden kann.

Herrschen in Grossbritannien dagegen rege Nachfrage und gleichzeitig Windflaute, werden die Briten mit Elektrizität aus norwegischen Wasserkraftwerken versorgt», erklärte ABB. Die Eidgenossen konkurrieren bei der zukunftsträchtigen HGÜ-Technik vor allem mit Siemens und hatten zuletzt bei mehreren Grossaufträgen die Nase vorn.

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(reuters/mbü/ama)