Der Elektrotechnik- und Automationskonzern ABB hat im ersten Quartal 2014 mit 9,471 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal drei Prozent weniger Umsatz erzielt. Der Gewinn brach gar um 18 Prozent ein, wie das Unternehmen mitteilte. Der Auftragsbestand lag per Ende März bei 26,92 Milliarden US-Dollar und damit leicht über dem Stand von Ende Dezember.

Der Auftragseingang sei trotz des weiterhin schwachen Grossauftragseingangs im Versorgungssektor und in spätzyklischen Bereichen nahezu gehalten worden. Im Automationsgeschäft sei der Umsatz gehalten worden, während sich das Energietechnikgeschäft rückläufig entwickelte, dies aufgrund eines niedrigeren Auftragsbestandes zu Beginn des Quartals.

Energietechnik rückläufig

Der Ebit fiel gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 855 Millionen US-Dollar und der operative Ebitda um 13 Prozent auf 1,27 Milliarden. Die für ABB wichtigere Ebitda-Marge verringerte sich zum Vorjahr um 160 Basispunkte auf 13,4 Prozent, wogegen sich zum vierten Quartal eine Verbesserung ergab. Die Marge wurde den Angaben zufolge vor allem durch die schwache operative Performance der Division Energietechniksysteme und durch Belastungen gemindert, welche vor allem mit grossen Projekten als Generalunternehmer in der Offshore-Windindustrie und im Solarsektor zusammenhingen.

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Für die Division Energietechniksysteme hat ABB wegen einer «enttäuschenden» Performance weitere Massnahmen angekündigt. Damit hat ABB die Erwartungen der Analysten lediglich beim Auftragseingang in etwa erreicht; Umsatz und vor allem die Gewinnziffern liegen klar dahinter zurück. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 10,38 Milliarden US-Dollar, für den Umsatz bei 9,79 Milliarden, für den Ebit bei 1,13 Milliarden, für den Ebitda bei 1,48 Milliarden und für den Reingewinn bei 738 Millionen US-Dollar.

Aktie stürzte ab

Das Ergebnis brachte die Aktie ins Rutschen: Der Kurs brach nach Handelsbeginn um mehr als sechs Prozent ein. Um 09.15 Uhr stand die Aktie 6,25 Prozent im Minus.

Kurzfristig bestünden einige positive frühzyklische makroökonomische Signale wie das stärkere Wachstum in den USA und das «ermutigende» Wachstum in vielen Teilen Europas, heisst es im Ausblick. Einige Unsicherheiten gebe es mit Blick auf die Schwellenländer und dort insbesondere in China.

(sda/awp/chb/me)