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Diskriminierung
Abercrombie & Fitch: Kopftuch-Streit beigelegt

Streit ums Kopftuch: Der US-Modekonzern bezahlt 71'000 Dollar an zwei Muslima. (Bild: Keystone)

Abercrombie & Fitch soll eine Mitarbeiterin entlassen haben, weil sie mit einem Kopftuch zur Arbeit erschien. Nun hat ein Gericht entschieden, den US-Modekonzern für dieses Fehlverhalten zu bestrafen.

Veröffentlicht am 24.09.2013

Der amerikanische Modekonzern Abercrombie & Fitch bezahlt nach seiner Niederlage im Streit um das Tragen eines Kopftuches insgesamt 71'000 Dollar an zwei Musliminnen. Die Einigung folgte auf ein Gerichtsurteil in Kalifornien.

Eine Bundesrichterin hatte vor zwei Wochen entschieden, dass die Entlassung einer Mitarbeiterin, die bei der Arbeit einen Hijab-Schal auf dem Kopf trug, diskriminierend gewesen sei. Wie aus einem am Montag bekanntgewordenen Vergleich hervorgeht, zahlt die auf ihr Image bedachte Modekette der entlassenen Mitarbeiterin nun 48'000 Dollar Schadenersatz.

Abercrombie wird Kopftuch-Verbot lockern

Eine weitere Frau, die behauptet hatte, wegen ihres Hijab keinen Job bei Abercrombie & Fitch bekommen zu haben, erhält 23'000 Dollar. Abercrombie wird auch sein Verbot von Kopfbedeckungen lockern. Das Unternehmen hat unter anderem Vorschriften über Farben und Modestile seiner Mitarbeiter.

(sda/muv/moh)

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