Bei dem Vermögensverwalter Pimco wirft erneut ein Spitzenmanager das Handtuch. Die globale Aktienchefin (CIO) Virginie Maisonneuve verlässt die Investmentgesellschaft. Pimco hatte sie erst vor anderthalb Jahren vom Branchenkonkurrenten Schroders abgeworben.

Zudem schliesse Pimco zwei Aktienfonds, teilte die Allianz-Tochter am Donnerstag mit. Die CIO-Position von Maisonneuve werde nicht wieder besetzt. Trotz des Abgangs Maisonneuves und der Schliessung der Fonds blieben Aktien ein wichtiger Bestandteil von Pimcos Investitionen, betonte die Investmentgesellschaft.

Schwach seit Gross-Abgang

Pimco verwaltete per Ende März 1,59 Billionen Dollar. Die US-Investorenlegende Bill Gross hatte Pimco nach einem Streit über die künftige Strategie im September den Rücken gekehrt. Seitdem ziehen Anleger in Scharen ihr Kapital vor allem aus dem Anleihefonds Pimco Total Return ab.

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Die Pimco-Schwäche macht auch das Mutterhaus Allianz träge: Obwohl Privatanleger und grosse Fonds zu Jahresbeginn rund um den Globus viel Geld anlegen, verliert die auf Anleihen spezialisierte Investmentgesellschaft weiter an Boden. Allein im ersten Quartal gab es bei ihr Mittelabflüsse von 68 Milliarden Euro, wie die Allianz am Dienstag mitteilte. Das bremst die Vermögensverwaltung, die jahrelang der Wachstumstreiber bei Europas grösstem Versicherer war.

(reuters/ise)