Knapp ein Jahr nach Beginn des VW-Abgasskandals hat die US-Umweltbehörde EPA den Motorradhersteller Harley-Davidson ebenfalls bei Betrügereien erwischt. Das Unternehmen stimmte einer Strafzahlung von 12 Millionen Dollar sowie einem Beitrag von 3 Millionen Dollar für Projekte zur Luftreinhaltung zu.

Das teilte das US-Justizministerium am Donnerstag mit. Die EPA wirft dem Motorradhersteller aus Milwaukee demnach vor, 340'000-mal eine illegale Software verkauft zu haben, mit der der Abgasausstoss über das erlaubte Mass hinaus zunimmt.

Keiner Schuld bewusst

Harley-Davidson erklärte, bei dem Vergleich handle es sich um kein Schuldeingeständnis. Das beanstandete Programm «Pro Super Tuner» sei für Motorradrennen und nicht für den Einsatz auf öffentlichen Strassen konzipiert.

Bei dem Unternehmen läuft es seit einiger Zeit nicht ganz rund. So nimmt bereits die US-Verkehrsaufsicht nach Beschwerden über Bremsprobleme 430'000 Motorräder unter die Lupe. Eine schwächere Nachfrage auf dem Heimatmarkt schmälerte zudem zuletzt den Quartalsgewinn.

(sda/jfr)