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Meilenstein
Abkommen mit China befeuert den Handel

Folklore-Gruppe am Basel Tattoo 2014: Die Schweiz und China arbeiten eng zusammen. Keystone

Der Freihandel mit China stösst bei der Schweizer Wirtschaft auf enormes Interesse. Seit dem Inkrafttreten des Abkommens haben die Exporte um drei Prozent zugenommen. Noch stärker stiegen die Importe.

Veröffentlicht am 30.06.2015

Das vor einem Jahr in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China ist gemäss WBF ein Meilenstein der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik und stösst bei Schweizer Unternehmen auf enormes Interesse. So ist der Aussenhandel mit China deutlich stärker gewachsen als mit der übrigen Welt.

Die Exporte nach China hätten seit dem Inkrafttreten um drei Prozent zugenommen und die Importe um über 4 Prozent, teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Dienstag mit. Die Schweizer Ausfuhren in die übrige Welt seien demgegenüber nur um 0,4 Prozent gewachsen und die Einfuhren aus den übrigen Handelspartnern um 3,9 Prozent zurückgegangen.

Ausweitung des weltweiten Handelsnetzes

Noch bei keinem anderen Freihandelsabkommen mit einem Partner ausserhalb der EU hätten die Behörden ein vergleichbar starkes Interesse der Wirtschaftsakteure feststellen können, schreibt das WBF weiter.

Das Abkommen mit China leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Ausweitung des weltweiten Handelsnetzes der Schweiz. Es eröffnet den derzeit angesichts der Frankenstärke besonders unter Druck stehenden Schweizer Exportbranchen neue Chancen und diene der Sicherung der Arbeitsplätze in der Schweiz.

Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung

Der Austausch zwischen der Schweiz und China leiste auch einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Im Rahmen des parallel zum Freihandelsvertrag abgeschlossenen Abkommens über Arbeits- und Beschäftigungsfragen fänden verschiedene Zusammenarbeitsprojekte und Dialoge statt. Auch der bestehende Menschenrechtsdialog sowie verschiedene Kooperationen unter anderem im Bereich Umwelt würden fortgesetzt.

Das Freihandelsabkommen mit China wird am Mittwoch genau ein Jahr in Kraft sein. China ist nach den USA die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt und einer der wichtigsten Aussenwirtschaftspartner der Schweiz. Die Volksrepublik ist der grösste Abnehmer von Schweizer Exporten in Asien und nach der EU und den USA der drittgrösste weltweit.

(awp/gku)

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