Längst nicht alle Firmen haben Grund zum Klagen über das Geschäftsjahr 2009, gibt es doch in der Schweiz einige Branchen, die selbst für das Krisenjahr ein Wachstum ausweisen. Aus der «Handelszeitung»-Zusammenstellung (siehe Grafik) geht hervor, dass in acht Industriezweigen letztes Jahr die kumulierten Umsätze der in der Top-500-Liste aufgeführten Unternehmen zugenommen haben. Mit einem Branchenplus von 5,3% liegen die Grosshandelsfirmen im Bereich Chemie/Pharma an der Spitze, gefolgt von den Medizinaltechnikfirmen, die um 4,3% zulegen konnten. Im dritten Rang sind die Immobilien-Managementfirmen mit einem Plus von 4,1% zu finden. Aber auch die Chemie-/Pharmabranche selbst weist ein Wachstum von knapp 3% auf. Als Stütze der Konjunktur erwies sich zudem der Detailhandel mit einer Zunahme von 1,6%.

In insgesamt 23 Branchen haben sich anderseits die Umsätze reduziert. In 14 Branchen liegen die Rückgänge allerdings im unteren einstelligen Bereich, was als kaum alarmierend betrachtet werden darf.

Arg gebeutelt wurden die Anbieter im Bereich Reisen/Tourismus; hier reduzierten sich die Umsätze um über 40%. Der Ölpreiszerfall im 2. Halbjahr 2009 führte dazu, dass die Mineralölfirmen geringere Umsätze erzielten. Bei den Firmen im Bereich Förder- und Lagertechnik sowie in der Maschinenindustrie machten sich die rückläufigen Auftragseingänge beziehungsweise die teils stornierten Projekte negativ bemerkbar.

Aufgrund der jüngsten Konjunkturprognosen für 2010 darf allerdings damit gerechnet werden, dass in einigen Wirtschaftszweigen im laufenden Jahr wieder höhere Umsätze erzielt werden können.