Das Pharma-Unternehmen Acino hat im Geschäftsjahr 2012 den Umsatz um 91 Prozent auf 257,1 Millionen Euro beinahe verdoppelt. Das Ergebnis erfülle die Erwartungen und liege am oberen Ende der Prognose von 240 bis 260 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.

Die operative Profitabilität sei aber von zurückgestellten Produkteauslieferungen durch Lagerabbau bei den Kunden gegen Ende des Jahres gedämpft worden. Auch der Preisdruck in den reiferen Märkten und höher als erwarteten Einmalaufwendungen für die Überführung der internationalen Geschäftsaktivitäten von Mepha zu Acino hätten das operative Ergebnis beeinflusst, hiess es weiter.

Deshalb werde die EBITDA-Marge für das Gesamtjahr 2012 die Erwartungen verfehlen. In absoluten Zahlen hingegen dürfte der EBITDA «signifikant» über Vorjahr liegen. Dank eines bereits angekündigten steuerlichen Verlustvortrags sei mit einem Reingewinn nach Steuern deutlich über dem Niveau von 2011 zu rechnen.

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Neuer Finanzchef

Trotz dieses Gewinns habe der Verwaltungsrat entschieden, Antrag auf einen Dividendenverzicht zu stellen. Für das Jahr 2011 wurde noch eine Dividende von 1 Franken ausgeschüttet. Dies sei eine «aussergewöhnliche Massnahme» zum beschleunigten Schuldenabbau und zur Förderung des Wachstums.

Aufgrund des aktuellen Auftragsbestandes werde die positive Umsatzerwartung für 2013 bestätigt, heisst es zum Ausblick. Der Umsatz dürfte demnach 300 Millionen Euro übertreffen.

Weiter gab Acino die Ernennung von Martin Gertsch zum neuen Finanzchef bekannt. Er wird seine neue Aufgabe am 1. April 2013 antreten und gleichzeitig auch in der Gruppenleitung Einsitz nehmen. Er ersetzt Walter Saladin, welcher in den Ruhestand treten wird. Die vollständigen Zahlen wird Acino am 7. März 2013 bekanntgeben

(tno/awp)