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Ackermann fordert europäischen Bankenrettungsfonds

Josef Ackermann wünscht Fonds für marode Banken. (Bild: Keystone)

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann drängt auf die Einrichtung eines europäischen Bankenrettungsfonds. Ein Fonds zur geordneten Sanierung oder Abwicklung von Banken sei «wünschenswerter denn je».

Veröffentlicht am 06.05.2012

 

Der Bankenrettungsfonds könne «zur Stabilisierung von Bankensystemen, zur Restrukturierung auch grosser grenzüberschreitender Banken, zur Sicherung des Finanzbinnenmarkts und zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen durch nationale Regelungen» dienen, sagte Josef Ackermann dem Spiegel. Die Re-Nationalisierung der europäischen Bankenmärkte nannte er "besorgniserregend".

In Europa wird derzeit diskutiert, ob marode Banken direkten Zugriff auf den Euro-Rettungsschirm ESM bekommen können. Dies fordert zum Beispiel das Euro-Sorgenkind Spanien. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Gruppe der Euro-Länder prüfen dies laut früheren Berichten.

Zudem wird über einen Fonds zur Abwicklung von Geldhäusern in Schieflage nach Vorbild des deutschen SoFFin nachgedacht. Die deutsche Regierung wehrt sich bisher gegen direkte Finanzspritzen der Rettungsfonds ESM und EFSF an klamme Banken.

(chb/sda)

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