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Halbjahreszahlen
Acrevis hält Gewinn stabil

Acrevis: In den ersten Monaten viel weniger aufgewendet. Keystone

Die Acrevis-Bankengruppe hat ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr halten können. Der Euro-Mindestkurs hat sich nicht gross aufs Geschäft ausgewirkt.

Veröffentlicht am 28.08.2015

Die Bankengruppe Acrevis hat ihr Ergebnis im ersten Semester 2015 im Vergleich mit dem Vorjahr gut gehalten. Die Auswirkungen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses hätten sich in einem überschaubaren Rahmen gehalten, schreibt das Ostschweizer Institut in einer Mitteilung.

Insgesamt weist Acrevis für das erste Semester einen gehaltenen Bruttogewinn von 13,9 Millionen sowie einen um 1,2 Prozent leicht gestiegenen Reingewinn von 9,8 Millionen aus. Der Bruttoertrag verminderte sich um 2,4 Prozent auf 33,5 Millionen.

Ein bisschen mehr Zins, viel mehr Ausleihungen

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft blieb mit 20,3 Millionen geringfügig über dem Vorjahr. Dabei haben die Kundenausleihungen weiter zugenommen. Es bleibe essenziell, einerseits mit Wachstum im Finanzierungsgeschäft die stetig sinkenden Zinserträge zu kompensieren und andererseits sowohl die Kreditausfallrisiken als auch die Zinsänderungsrisiken zu kontrollieren, so die Gruppe. Während die Publikumsgelder stagnierten, erhöhten sich die Depotgelder. Im Rahmen des Bilanzmanagements seien im ersten Semester 2015 zwecks Refinanzierung und Zinsabsicherung von langfristigen Hypotheken Pfandbriefgelder im Umfang von 102 Millionen aufgenommen worden.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verminderte sich der Erfolg um gut 10 Prozent auf 9,2 Millionen. Der Rückgang sei hauptsächlich auf die im letzten Jahr erfolgte und noch andauernde Bereinigung von Verbindungen zu ausländischen sowie zu einzelnen institutionellen Anlegern zurückzuführen. Im Handelsgeschäft schliesslich wurde dank der intensiven Handelstätigkeit der Kunden mit Währungen nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses 11,5 Prozent mehr verdient.

Aufwand markant gesunken

Als besonders erfreulich bezeichnet die Regionalbank die Entwicklung des Geschäftsaufwandes. Dieser verminderte sich in der Berichtsperiode um 3,7 Prozent auf 19,6 Millionen. Die «Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste» konnten gar um 28 Prozent auf noch 0,9 Millionen reduziert werden.

Mit Blick nach vorne gibt sich das Institut wenig konkret. Vor dem Hintergrund der volatilen Rahmenbedingungen kommt einer auf Stabilität und Kontinuität ausgerichteten mehr denn je grösste Bedeutung zu, gibt sich das Management überzeugt. Es gelte, Risiken zu minimieren und dennoch Voraussetzungen zu schaffen, um mittelfristig Mehrerträge zu erwirtschaften.

(awp/chb)

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