Die Deutsche Bank hat den Abwärtstrend im ersten Quartal gestoppt. Unter dem Strich verdiente das Institut nach eigenen Angaben vom Donnerstag 1,4 Milliarden Euro. Das war gut ein Drittel weniger als im starken Vorjahreszeitraum. Von Oktober bis Dezember hatte das Unternehmen aber lediglich 186 Millionen Euro verdient und nur dank Steuereffekten einen Verlust vermieden.

Analysten hatten mit einem höheren Gewinn gerechnet. Die Deutsche Bank verwies zur Begründung auf Sonderbelastungen durch den Verkauf des Pharmaunternehmens Actavis am Vortag und weitere Kosten für Rechtsstreitigkeiten.

Vor Steuern verdiente der deutsche Branchenprimus zu Jahresbeginn knapp 1,9 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr war der Gewinn der Deutschen Bank angesichts der sich stetig verschärfenden Schuldenkrise in Europa von Quartal zu Quartal gesunken. Im Schlussviertel musste der Konzern vor Steuern sogar einen Verlust melden. Bei der letzten Quartalsbilanz unter der Führung von Josef Ackermann profitierte die Bank nun von der Erholung des Investmentbankings.

Actavis-Verkauf belastet

Um 257 Millionen Euro belastet wurde das Konzernergebnis durch den am Vortag besiegelten Verkauf des Pharmaunternehmens Actavis an den US-Generikahersteller Watson. Der vereinbarte Preis von 4,25 Milliarden Euro lag unter der erhofften Spanne von 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro. Schon im vergangenen Jahr hatte das Actavis-Engagement das Ergebnis der Deutschen Bank mit insgesamt 457 Millionen Euro belastet.

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Bei der Deutschen Bank gehörte Actavis zu jenen Firmenbeteiligungen, in die sie nicht freiwillig gekommen ist. Auch beim Kasino Cosmopolitan in Las Vegas oder dem nordamerikanischen Maher Terminals war das Institut zunächst als Kreditgeber aufgetreten und musste schliesslich wegen der Zahlungsschwierigkeiten der Unternehmen die Führung übernehmen.

(laf/muv/awp)