Die Aktionäre des Biotechnologieunternehmens Actelion haben den Vergütungsbericht mit einer satten Mehrheit von 60 Prozent abgelehnt. 

Eine Woche nach der Privatbank Julius Bär sprachen sich damit zum zweiten Mal die Eigentümer eines Schweizer Grossunternehmens in einem nicht bindenden Votum gegen die Löhne des Top-Managements aus.

Verwaltungsrat enttäuscht

Der Verwaltungsrat sei von dem Abstimmungsergebnis enttäuscht, aber nicht entmutigt, sagte Präsident Jean-Pierre Garnier. «Wir werden den Dialog mit unseren Aktionären fortsetzen, um wirklich ein Vergütungssystem zu entwickeln und zu implementieren, das dem heutigen Umfeld sowie den Bedürfnissen des Unternehmens und seiner Eigentümer entspricht», erklärte er. 

Die Schlappe für das Actelion-Managements zeigt den wachsenden Widerstand der Anleger gegen zu grosszügige Management-Entlöhnungen. Wichtige Aktionäre Actelions sind unter anderem Fondsgesellschaften Orbis, Blackrock und Lazard Asset Managers.

Ausschlaggebend für die deutlich Ablehnung dürfte die Empfehlung der einflussreichen US-Aktionärsberater ISS und Glass Lewis gewesen sein. Aber auch die Schweizer Berater Ethos und Actares zur Ablehnung geraten.

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(muv/chb/awp)