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Actelion: Millionenverlust und enttäuschender Umsatz

Actelions Prestige-Bau im Baselbieter Allschwil. (Bild: Keystone)

Der Pharma- und Biotechnologiekonzern Actelion hat auf Grund von Zahlungen und Rückstellungen bei einem Rechtsstreit einen Reinverlust von über 180 Millionen Franken eingefahren. Zudem vermeldeten die

Veröffentlicht am 20.10.2011

Der Pharma- und Biotechnologiekonzern Actelion hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 einen Reinverlust von 180,7 Millionen Franken eingefahren. In der Vorjahresperiode hatte noch ein Gewinn von 359,5 Millionen Franken resultiert, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Gesamtumsatz belief sich auf 1,29 nach 1,38 Milliarden Franken im Vorjahr. In lokalen Währungen, also ohne Einwirkung der negativen Währungsverhältnisse gerechnet, hätte ein Anstieg um 8 Prozent zu Buche gestanden, so Actelion. 41 Prozent des Umsatzes seien in den USA, 39 Prozent in Europa und 10 Prozent in Japan erzielt worden.

Actelions wichtigstes Medikament Tracleer zeichnete mit 1,15 Milliarden Franken für fast 90 Prozent des gesamten Konzernumsatzes verantwortlich. Damit stieg Actelions Abhängigkeit von diesem Medikament noch weiter an. Auch hier war jedoch ein Rückgang zu verzeichnen, im Vorjahr hatte Tracleer noch 1,24 Milliarden Franken Umsatz gebracht.

Zum Verlust führten vorallem anderem Zahlungen und Rückstellungen im Rechtsstreit mit der japanischen Asahi Kasei Pharmaceuticals.

2012 als Jahr der Entscheidung

«Im dritten Quartal 2011 haben die Produkte von Actelion in einem von Veränderungen geprägten Marktumfeld auch weiterhin gute Ergebnisse erzielt. Angesichts des weltweit anhaltenden Preisdrucks und des verschärften Wettbewerbs auf dem Markt für Endothelin-Rezeptor-Antagonisten in den Vereinigten Staaten ist dies sehr zufriedenstellend», wird CEO Jean-Paul Clozel in der Mitteilung zitiert.

2012 werde das Unternehmen sowohl über gut eingeführte Produkte auf dem Markt, als auch über viel versprechende Moleküle in der fortgeschrittenen klinischen Pipeline verfügen, so Clozel weiter. «Deshalb werden wir 2012 und in den kommenden Jahren darüber entscheiden, in welchen Bereichen wir weiterhin in Innovationen investieren und wo wir unsere Aufwendungen im Hinblick auf ein zunehmend schwieriges wirtschaftliches Umfeld anpassen werden.»

CFO Andrew Oakley bestätigt die bisherige Guidance für das laufende Geschäftjahr: «Wir gehen (...) davon aus, dass wir entsprechend unserer Guidance für das Gesamtjahr 2011 ein Wachstum des Produktumsatzes in lokalen Währungen im mittleren einstelligen Bereich und des Non-GAAP-EBIT im niedrigen zweistelligen Bereich erreichen werden.»

Im Hinblick auf die Produktverkäufe 2012 geht der CFO - wiederum in lokalen Währungen - derzeit von einem leichten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich aus, wie es weiter heisst. Dies sei in erster Linie auf den weltweit erhöhten Preisdruck und auf einen verstärkten Wettbewerb in den Vereinigten Staaten zurückzuführen.

(vst/rcv/sda/awp)

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