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Ausblick
Actelion schraubt an der Gewinnprognose

Actelion-Hauptsitz: Die Biotech-Firma wächst dank Opsumit. Keystone

Actelion traut sich mehr zu: Der Biotech-Konzern erhöht seine Gewinnprognose. Wachstumstreiber der Firma ist das Lungemedikament Opsumit.

Veröffentlicht am 21.07.2015

Das Biopharma-Unternehmen Actelion hat im ersten Semester 2015 den Produktumsatz trotz negativer Währungseffekte um 2 Prozent auf 1'008 Millionen Franken erhöht. Gut entwickelte sich das neue Medikament Opsumit, das den bisherigen Hauptumsatzträger Tracleer ablösen soll. Der Kerngewinn blieb praktisch unverändert auf 423 Millionen Franken, wie das Allschwiler Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Guidance für das Gesamtjahr wird nun erhöht.

Der Umsatz des noch immer wichtigsten Medikaments Tracleer zur Therapie von Lungenbluthochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie, PAH) bildete sich im ersten Halbjahr weiter zurück und erreichte noch 645 Millionen Franken (-13 Prozent). Tracleer steht in verschiedenen Märkten unter dem Druck von Konkurrenzprodukten und von Generika. Das Tracleer-Nachfolgeprodukt Opsumit kam dagegen auf einen Umsatz von 208 Millionen Franken, nachdem die Verkäufe in der Vorjahresperiode noch 53 Millionen Franken betragen hatten.

Umsatz wurde höher erwartet

Der US-GAAP-EBIT sank dagegen um 1 Prozent auf 344 Millionen Franken und der Reingewinn lag um 32 Prozent tiefer bei 287 Millionen. Der verwässerte Gewinn pro Aktie fiel mit 2,50 (VJ 3,62) Franken ebenfalls deutlich tiefer aus.

Das Biopharma-Unternehmen hat mit dem Jahresabschluss die Konsensschätzungen von Analysten beim Umsatz nicht ganz getroffen: Im Durchschnitt (AWP-Konsens) wurde ein Produktumsatz von 1,03 Milliarden Franken erwartet; dabei wurden die Tracleer-Verkäufen auf 666 Millionen Franken geschätzt. Der Kerngewinn lag dagegen bei den Analystenprognosen von 424 Millionen Franken.

Guidance angehoben

Im Rahmen des neu angekündigten Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von 10 Millionen Aktien über drei Jahre habe das Unternehmen bislang vier Millionen Aktien erworben, heisst es weiter.

Die zuletzt im April angepassten Prognosen für das Gesamtjahr 2015 hat das Management erneut erhöht. Danach soll das Wachstum des Kerngewinns zwischen 15 und 19 Prozent bei konstanten Wechselkursen (kWk) betragen – dies unter Ausschluss der 2014 aufgelösten Rabattrückstellungen in den USA. Vorher war das Management noch von einem Wachstum des Kerngewinns im tiefen zweistelligen Prozentbereich ausgegangen.

(awp/ise/me)

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